Beteiligung am neuen Besitzer

Deutsche Post stößt Messenger „SIMSme“ ab

| Autor: Susanne Ehneß

SIMSme bekam im August 2018 ein umfangreiches technisches Release
SIMSme bekam im August 2018 ein umfangreiches technisches Release (© Deutsche Post)

Der Messenger SIMSme bekommt einen neuen Besitzer. Wie die Deutsche Post bekannt gab, verkauft sie den Dienst an die Brabbler AG, wird aber Shareholder.

„Wir sind davon überzeugt, mit dem Verkauf die Zukunft von SIMSme langfristig gesichert zu haben“, heißt es in einem Statement der Deutschen Post auf der Website des Messengers. Marco Hauprich, Senior Vice President Digital Labs Deutsche Post AG und verantwortlich für SIMSme, erläutert die Gründe: „Wir verkaufen SIMSme zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage gerade bei Geschäftskunden anzieht und deshalb die Entwicklungskapazitäten stark ausgebaut werden müssen.“ Die Brabbler AG mit ihrer Expertise in der digitalen Kommunikation sei „genau der richtige Partner, um unser erfolgreiches Produkt auf die nächste Stufe zu heben“.

Deutsche Post lässt nicht los

Doch so ganz lässt die Post ihren Dienst nicht los. Zwar erwirbt Brabbler den Messenger, doch beteiligt sich die Deutsche Post gleichzeitig an der Brabbler AG. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

„Wir freuen uns sehr darauf, das Beste aus beiden Produktwelten zusammenzuführen und digitale Kommunikationslösungen ‚made in Germany‘ weiter auszubauen. Die Deutsche Post ist für uns dabei ein wichtiger strategischer Shareholder“, kommentiert Jörg Sellmann, CFO Brabbler AG, die Vereinbarung.

Sein Unternehmen betreibt mit „ginlo“ bereits einen Messenger, der wie SIMSme auf volle Verschlüsselung setzt.

Was ändert sich?

Für SIMSme-Kunden soll sich laut Post erst einmal nichts ändern. Die Nutzung des Messengers für Privatkunden bleibe weiterhin kostenfrei, die individuell mit den Geschäftskunden vereinbarten Preise bei SIMSme Business sollen ebenfalls ihre Gültigkeit behalten. Auch die Server sollen in Deutschland verbleiben.

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