Studie: Bedenken bei Vertrauen, Verantwortlichkeit und Bereitstellung

Deutsche IT-Abteilungen kämpfen mit der Mobile-Cloud-Ära

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Einer VMware-Studie zufolge wird effizientes mobiles Arbeiten durch Bedenken im Hinblick auf Vertrauen, Verantwortlichkeit und Bereitstellung gebremst.
Einer VMware-Studie zufolge wird effizientes mobiles Arbeiten durch Bedenken im Hinblick auf Vertrauen, Verantwortlichkeit und Bereitstellung gebremst. (Bild: VMware)

Laut einer Studie im Auftrag von VMware verfügen nur zehn Prozent der IT-Abteilungen in Deutschland über die nötige Management-Umgebung für modernes mobiles Arbeiten. 34 Prozent seien nicht in der Lage, den mobilen Zugriff von Mitarbeitern auf Unternehmensdaten zu kontrollieren.

Die VMware-Studie ermittelte die Umsetzung von Sicherheitsrichtlinien für den Zugriff auf Unternehmensressourcen als größte Herausforderung bei der Ausstattung von Mitarbeitern mit mobilen Tools und Anwendungen (61 Prozent der IT-Abteilungen), gefolgt von mangelndem Vertrauen der Mitarbeiter (51 Prozent) und der Rechtfertigung des Return on Investment (47 Prozent). In der Folge würden deutsche IT-Abteilungen durchschnittlich zwei Wochen benötigen, um Personal mit den notwendigen mobilen Geräten und Anwendungen auszustatten. Im Rahmen der Studie seien IT-Entscheider und Mitarbeiter dazu befragt worden, wer im Unternehmen die Verantwortung für mobile Arbeitsrichtlinien insbesondere außerhalb der Arbeitszeit trage. Während sich IT-Verantwortliche einerseits in der Pflicht sehen, die Mobilität der Arbeitskräfte zu erhöhen, seien 56 Prozent davon überzeugt, dass es auch ihrer Verantwortung obliege, den Zugriff auf mobile Anwendungen außerhalb der Arbeitszeiten einzuschränken. 48 Prozent der befragten IT-Administratoren fühlten sich unter Druck, den Zugriff zu limitieren.

Auf Arbeitnehmerseite stehe anstelle von weiteren Einschränkungen die Forderung nach besseren mobilen Möglichkeiten im Vordergrund – nur 15 Prozent der Mitarbeiter hätten angegeben, dass sie Zugriff auf alle notwendigen mobilen Tools haben, um so produktiv wie möglich zu arbeiten. Eine weitere Herausforderung innerhalb der Unternehmen sei die mangelhafte interne Kommunikation. Nur 13 Prozent der Mitarbeiter würden die Richtlinien für den Einsatz von Cloud und Mobile in ihrem Betrieb verstehen. Mögliche Ursache laut Studie: Durchschnittlich informieren deutsche Unternehmen ihre Angestellten nur alle sieben Monate über ihre Mobile Policy.

„Die Nutzung von mobilen Geräten und Anwendungen schreitet unaufhaltsam voran und damit steigen sowohl die Erwartungen der Anwender als auch die Anforderungen an funktionelle Strukturen“, erklärt Ralf Gegg, Director End User Computing, CEMEA bei VMware. „Unternehmen müssen sich für eine klare Linie entscheiden und genau festlegen, wer im Unternehmen für mobile Anwendungen und Tools verantwortlich ist. Viele Mitarbeiter möchten heute selbst darüber entscheiden, wie sie arbeiten. Die Herausforderung für die IT liegt darin, diesem Anspruch gerecht zu werden, gleichzeitig aber die Kontrolle über Informationen, Daten und Geschäftsprozesse zu behalten. Dies muss an zentraler Stelle geschehen, denn nur so werden Best Practices im Unternehmen nicht gefährdet. Wie das funktioniert zeigen Firmen wie Hertz und TUI: Sie nutzen VMware Enterprise Mobility Lösungen um ihren Mitarbeitern sicheren und umgehenden Zugriff auf die benötigten Ressourcen zu geben. Denn das Potenzial mobiler Lösungen ist enorm.“

Über die Studie

Im Auftrag von VMware hat das Marktforschungsinstitut Vanson Bourne 1.800 IT-Entscheider und 3.600 Angestellte in kleinen und mittelständischen Unternehmen (ab einer Größe von mehr als 100 Mitarbeitern) in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Italien und Skandinavien (Schweden, Norwegen und Dänemark) sowie in Russland und im Mittleren Osten (Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate) befragt. Die Interviews wurden telefonisch sowie online durchgeführt.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43110019 / Grundlagen)