Mobile-Menu

Virtuelle Clients: Jederzeit, von überall und mit jedem Gerät zu erreichen

Desktopvirtualisierung schrittweise einführen

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Die Varianten kennen: Client-basiert, Server-basiert oder Terminal Services

Um die optimale Lösung für die Desktopvirtualisierung zu ermitteln, sollten Unternehmen die drei grundsätzlichen Varianten kennen. Die Client-gehostete virtuelle Maschine nutzt den Prozessor und Arbeitsspeicher des Endgeräts. Dabei werden virtuelle Rechenkapazitäten und Anwendungen lokal auf dem Gerät bereitgestellt und lassen sich auch offline nutzen. Daher eignet sich diese Variante für mobile Anwender ohne konstante Netzwerkverbindung. Ist das Gerät wieder online, werden die Daten mit der zentral gespeicherten Kopie im Rechenzentrum synchronisiert.

Die Server-gehostete Virtual DesktopInfrastructure (VDI) ermöglicht die Bereitstellung virtueller Clients im Rechenzentrum und bietet damit höchste Flexibilität für die Nutzer. Da der Zugriff auf die Clients über das Netzwerk erfolgt, erfordert dies eine permanente Online-Verbindung. Mit einer Offline-Option für Notebooks kann der Anwender aber auch auf dem virtuellen Client weiterarbeiten, wenn er nicht mehr mit dem Firmennetz verbunden ist. Zudem lässt sich die Arbeitsoberfläche persönlichen Wünschen anpassen und so auch mit anderen Geräten nutzen.

Terminal Services bieten die wenigsten Möglichkeiten zur Individualisierung. Hier dient der Client ausschließlich als Anzeigegerät in einer gemeinsam genutzten Cloudumgebung. Diese Variante wird vorwiegend bei hochstandardisierten Arbeitsplätzen eingesetzt, zum Beispiel bei Beratungsterminals in Möbelhäusern. Die Mitarbeiter geben hier hauptsächlich Bestellungen ein oder fragen den Lagerbestand ab.

Einsatzmöglichkeiten

In der Regel wird die VDI zur Clientvirtualisierung eingesetzt, doch diese eignet sich nicht für alle Fälle. Unternehmen mit zentralen Standorten und wenigen Niederlassungen genügt häufig die herkömmliche Virtualisierung von Benutzerprofilen oder Anwendungen im verteilten Clientumfeld. Die zentrale Bereitstellung virtueller Desktops unterstützt vor allem die Nutzung einer individuellen Arbeitsoberfläche durch verschiedene Mitarbeitergruppen an diversen Standorten mit unterschiedlichen Geräten.

Die VDI wird auch oft für die gesicherte Nutzung sensibler Daten eingesetzt. So müssen externe Entwickler häufig mit ihrem eigenen Gerät und den darauf gespeicherten Spezialanwendungen in den Infrastrukturen des Kunden arbeiten. Über virtuelle Clients können sie dann auf alle Informationen zugreifen, ohne deren Sicherheit zu gefährden. Auch Controller, die in verschiedenen Abteilungen Daten einsehen und Analysen durchführen, können ihren persönlichen virtuellen Client nutzen und abgesichert auf die hochsensitiven Angaben zugreifen.

Es sind aber nicht alle Optionen in sämtlichen Kombinationen von Endgeräten und Backend verfügbar. So ist etwa das Weiterleiten von USB-Geräten auf virtuelle Clients nicht immer einfach, da Hersteller unterschiedliche Receiver-Software verwenden. iPads hatten in der Vergangenheit bei manchen virtuellen Clients Probleme mit dem Cachen von Grafikdaten. Doch Updates haben zumindest einen Teil der Schwierigkeiten gelöst.

(ID:35242210)