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Netzwerkautomatisierung im Fokus Der Schlüssel für erfolgreiche Virtualisierung

Autor / Redakteur: Paul Anderson / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Virtualisierung und Cloud Computing haben viele Vorteile. Doch viele Unternehmen scheitern an der Einführung virtualisierter oder cloud-basierter Infrastrukturen. Und dies liegt häufig an der fehlenden Automation des Netzwerks. Dabei ist die Checkliste für erfolgreiche Virtualisierungs-Projekte gar nicht so lang.

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Nur wenn im Netzwerk in Sachen Automation ein Zahnrad in das andere greift, sind die Voraussetzungen für Virtualisierung und Cloud Computing gegeben.
Nur wenn im Netzwerk in Sachen Automation ein Zahnrad in das andere greift, sind die Voraussetzungen für Virtualisierung und Cloud Computing gegeben.
(Bild: Stephen Sweet - Fotolia.com)

Die Zahl der Unternehmen, die auf Virtualisierung setzen, nimmt immer schneller zu. Laut einer Gartner-Studie betrieben bereits im 4. Quartal 2010 drei Prozent der CIOs den Großteil ihrer IT in der Cloud oder über SaaS, jedoch werde erwartet, dass diese Zahl innerhalb von vier Jahren auf 43 Prozent steigt.

Es gibt eine Reihe von Gründen für die Einführung der Virtualisierung. Dazu zählen die höhere Flexibilität, die geringere Arbeitsbelastung für interne IT-Abteilungen, die schnellere Umsetzung von spontanem Infrastrukturbedarf, die erhöhte Produktivität der Mitarbeiter sowie deutlich niedrigere Investitionskosten. Doch trotz des zunehmenden weltweiten Trends zur Virtualisierung über alle Branchen hinweg scheitern die meisten der Organisationen beim Umstieg auf die neuen Technologien.

Fehlerquellen bei der Einführung von Virtualisierung und Cloud Computing

Um die Herausforderungen und Fragen zu verstehen, vor denen die Unternehmen bei ihren Virtualisierungs- und/oder Private-Cloud-Initiativen stehen, sollte man bei den Grundlagen beginnen.

Die Virtualisierung greift in der Unternehmens-IT immer weiter um sich und umfasst den Einsatz virtueller anstelle physischer Hard- und Software-Komponenten, wie Plattformen, Betriebssysteme, Speichergeräte und Netzwerkressourcen.

Dabei sind Private Clouds die Antwort auf die mit Public Clouds verbundenen Sicherheitsrisiken, die einfach nur unterschiedliche IT-Infrastrukturen als Host zur Verfügung stellen. Ebenso wie Public Clouds bieten Private Clouds IT-Services und Skalierbarkeit nach Bedarf mittels virtueller Maschinen ohne physischen Besitz der Infrastruktur. Aber im Gegensatz zu Public Clouds werden Private Clouds von den jeweiligen Unternehmen kontrolliert. Dies umgeht die Sicherheitsrisiken, da die Clouds innerhalb der unternehmenseigenen Firewall gehalten werden.

Die Konsequenzen höherer Konnektivität

Mit der raschen Verbreitung virtueller Maschinen hat sich die Konnektivität, die früher in Tausenden gemessen wurde, auf Millionen gesteigert und wird wahrscheinlich auch für kleinere Unternehmen Milliardenhöhe erreichen. Eine aktuelle Studie der Yankee Group nennt vier oder mehr IP-Adressen für jeden einzelnen Benutzer.

Durch die rasche Verbreitung von Tablets und Smart Devices wird diese Entwicklung weiter angefacht. Damit sind virtuelle Maschinen zum unverzichtbaren Katalysator für Netzwerke und die mit deren Verwaltung befassten IT-Mitarbeiter geworden, die hier Schritt halten wollen.

Dieses Wachstum verursacht einen grundlegenden Wandel in unvorhergesehenem Tempo. Gründe hierfür sind die Dynamik der Umgebung, die zunehmende Konfiguration, die Ausweitung von virtuellen Netzwerken und eine deutliche Zunahme beim geschäftskritischen Netzwerkverkehr. Mehr Daten zu bewegen bedeutet jedoch auch höheres Risiko und höhere Kosten. Das Aufkommen von Virtualisierung und Cloud Computing beschleunigt diese Entwicklung und die damit verbundene Komplexität zusätzlich – was eine gewisse Ironie birgt, da gerade diese Technologien eine Hilfestellung beim Umgang damit bieten wollen.

Diese zunehmende Komplexität erfordert häufigere Rekonfigurationen, die wiederum zur Instabilität des Netzwerks führen. Die vorhandene statische Infrastruktur kann sich nicht schnell genug an die dynamischen Anforderungen von virtuellen Maschinen anpassen und Netzwerk-Mitarbeiter sind von der Zunahme manueller Aufgaben überfordert. Dies wiederum steigert die Risiken im Hinblick auf Geschäftskontinuität und Notfallwiederherstellung.

Die erforderlichen Lösungen für derartige Netzwerkkomplikationen aufgrund von Virtualisierung und Cloud Computing bieten die Einführung von Automatisierung und Kontrollmechanismen in der Infrastruktur.

weiter mit: Warum Unternehmen Netzwerkautomatisierung benötigen

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