Fachvorträge, Diskussionsrunden und Thinktanks

Der Enterprise Mobility Summit 2014 trifft den Nerv der Zeit

| Redakteur: Andreas Donner

Interaktivität wie bei dieser Podiumsdiskussion wurde auf dem Enterprise Mobility Summit 2014 groß geschrieben.
Interaktivität wie bei dieser Podiumsdiskussion wurde auf dem Enterprise Mobility Summit 2014 groß geschrieben. (Bild: VIT)

Bereits der erste Enterprise Mobility Summit im letzten Jahr konnte seine Teilnehmer voll überzeugen. In diesem Jahr war nach Meinung vieler Anwesender dennoch alles noch ein bisschen besser. Eine Nachlese zum Enterprise Mobility Summit der Vogel IT-Akademie in der Villa Kennedy in Frankfurt am Main.

Edel und gediegen geht es zu in der Villa Kennedy, einem der besten, wenn nicht dem besten Konferenzhotel in Frankfurt am Main. Und genau hier sollte er stattfinden, der zweite Spitzenkongress der Vogel IT-Akademie zum Thema Enterprise Mobility.

Gemeinsam mit dem Medienpartner IP-Insider hat der Veranstaltungsbereich des Augsburger Verlagshauses Vogel IT-Medien am 16. Und 17.10.2014 Spitzenvertreter aus Anbieter- und Anwenderunternehmen zum Gipfeltreffen in Sachen Mobilität im Unternehmensumfeld eingeladen.

Auf der Agenda standen neben zahlreichen hochkarätigen Keynote-Vorträgen, Podiumsdiskussionen und interaktiven Diskussionsrunden in kleinen Kreisen auch die exklusive Erst-Präsentation der Ergebnisse der Enterprise Mobility Studie 2014 sowie die Vorstellung ausgewählter Referenzprojekte, eine Mobility-fokussierte Ausstellung und die Verleihung des Enterprise Mobility Awards. Doch der Reihe nach…

Herausfordernd aber lohnend

Gleich in Ihrer Begrüßung unterstrich die Leiterin der Vogel IT-Akademie, Daniela Schilling, die unumstößlichen hard Facts zum Thema Enterprise Mobility: sie ist herausfordernd und anspruchsvoll, aber sehr lohnend! Sie ist interdisziplinär und ohne Verzahnung von IT- und Fachabteilungen nicht zu machen und sie erfordert zwingend eine Transformation bestehender Geschäftsprozesse. Allesamt auch Erkenntnisse des Summits aus dem vergangenen Jahr.

Entsprechend gespannt ob der zu erwartenden Inhalte und Erkenntnisse des aktuellen Summits waren die rund 120 Teilnehmer (jeweils zur Hälfte Anwender und IT-Dienstleister) dann auch angereist – und sie wurden nicht enttäuscht.

Gleich in der ersten Keynote, unmittelbar nach der Vorstellung der Ergebnisse der Enterprise-Mobility-Studie, diskutierte Robert Gerhards, CEO von Centracon, einem IT-Business- und Technologieberatungsunternehmen mit Fokus auf flexible und kosteneffiziente Bereitstellung und Verwaltung von IT-Arbeitsplätzen, unter dem Titel „Mobile first!“ die Strategiemöglichkeiten für die mobile Arbeitswelt von morgen mit den Teilnehmern. Denn eines der größten Probleme der Enterprise Mobility ist seine Interdisziplinarität: dabei kennen IT-Abteilungen die Technik aber die Prozesse, Arbeitsabläufe und Bedürfnisse nicht; die Fachabteilungen hingegen kennen die Technik und Möglichkeiten nicht, wissen aber genau wie die Arbeitsabläufe und Prozesse aussehen. Und nur wenn hier beide Seiten optimal zusammenarbeiten, kann Enterprise Mobility sein volles Potenzial entfalten.

In einer zweiten Keynote schlug Dr. Carlo Velten, Managing Director des Marktforschungsunternehmens Crisp Research, dann unter dem Titel „Enterprise Mobility – viel mehr als BYOD und MDM“ den Bogen hin zu Mobile App Development, User Experience und App-Integration.

In den weiteren Keynotes vertieften Prof. Dr. Volker Gruhn, Inhaber des Lehrstuhls für Software Engineering an der Universität Duisburg-Essen, und Prof. Dr. Manfred Broy vom Institut für Informatik der TU München, insbesondere die Themen Prozessintegration und Prozesstransformation. Aber auch die Bereiche App-Entwicklung und -Testing sowie die aktive Erschließung neuer Geschäftsmodelle wurden von den beiden Professoren intensiv diskutiert.

Mit dem Thema Sicherheit beschäftigte sich neben zahlreichen Referenzprojekten und Diskussionsrunden vor allem der Vortrag von Prof. Dr. Marco Gercke, seines Zeichens Director des Cybercrime Research Instituts und in diesem Rahmen unter anderem Berater der Uno und vielen Großkonzernen weltweit. Und Gercke identifizierte damit das vielleicht aktuell wichtigste, weil oft noch sehr vernachlässigte Thema im Bereich Enterprise Mobility. Dabei ist es häufig nur die Angst vor der Büchse der Pandora, die viele IT-Verantwortliche durch BYOD & Co. geöffnet sehen, und deshalb lieber still halten in der Hoffnung, dass schon nichts passieren wird, als das Thema Security aktiv zu verfolgen. Sicher sei es keine einfache Aufgabe, resümierte Gercke, das Thema Sicherheit im Zusammenhang mit der Mobilisierung von Unternehmen in den Griff zu kriegen, aber es ist auch eine Chance – und vor allem unbedingt nötig, denn BYOD ist Realität!

Vorteil Interaktivität

Abrunden und vertiefen konnten die Teilnehmer des Kongresses alle Themen in kleinen interaktiven Diskussionsrunden, die meist von den Keynote-Speakern moderiert wurden, sowie in Podiumsdiskussionen oder bei einer der zahlreichen Gelegenheiten zum persönlichen Networking. Und diese Mischung hatte es in sich. So erzählte Andreas Vollmer, Geschäftsführer des App-Entwicklers appealing, mit einem Schmunzeln beim Abendessen, dass er eigentlich eine trockene und langweilige Veranstaltung erwartet hatte und sehr positiv überrascht wurde von den lebendigen Vorträgen und Diskussion-Panels sowie den hochkarätigen Firmenpräsentationen.

Und Daniel Terwersche, ebenfalls in die genannte abendliche Networking-Runde eingebunden ergänzte, dass er viele Eindrücke und Ideen mitnehmen würde und sich freut, dass eine Veranstaltung so gezielt Klarheit in das immer noch diffuse Thema Enterprise Mobility bringt. Dabei gingen die Diskussionen abseits der offiziellen Agenda aber noch viel weiter und so wurden mancherorts bzw. manchertischs auch die moralischen und gesellschaftlichen Aspekte einer Enterprise Mobility und deren zwangsläufiger Verschmelzung mit dem Privaten intensiv und emotional erörtert.

Auch aus den Reihen der Aussteller und Sponsoren aus fällt der Tenor unisono positiv aus. Raimund Genes, CTO von Trend Micro Deutschland, hat den Enterprise Mobility Summit gar der VMworld vorgezogen, die zeitgleich stattfand. Seine Ziele dabei ganz klar zu erspüren, wo der Markt und die Kunden aktuell stehen und vor allem ein Gefühl für die Sensibilität der Unternehmen in Sachen Mobile Security zu bekommen; denn „die ist immer noch nicht sehr ausgeprägt und viele Unternehmen verschließen hier bewusst ihre Augen“.

Auch die Gespräche im Ausstellungsbereich und die über das Matchmaking-Tool koordinierten individuellen Termine zwischen Ausstellern, Sponsoren und Teilnehmern wurden von allen Seiten als sehr positiv und befruchtend empfunden und haben so manchen interessanten Kontakte vice versa vermittelt.

Der Enterprise Mobility Award wurde im Rahmen des Kongresses vergeben.
Der Enterprise Mobility Award wurde im Rahmen des Kongresses vergeben. (Bild: VIT)

Spannung über zwei Tage

Sehr positiv fällt bei allen Beteiligten dagegen die Bewertung der Event-Organisation aus. Dem Team um Daniela Schilling ist es durch die clevere Aufteilung der Keynotes und Diskussionsrunden, sowie durch die Verteilung der Aktivitäten rund um die Verleihung des Enterprise Mobility Awards über beide Tage gelungen, den Spannungsbogen zu schlagen und das Interesse bei den Teilnehmern konstant hoch zu halten. Last but not least trugen natürlich auch die ausgezeichnete Location sowie der perfekt organisierte Networking-Abend mit Gala-Dinner und anschließenden Kamingesprächen an der Bar ihr Quäntchen zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Fazit: der Enterprise Mobility Summit hat die Messlatte sehr hoch gelegt und man darf gespannt sein, wie sich dies im kommenden Jahr noch einmal toppen lässt!

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