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Weltweite Studie über IT-Trends

Dell und Intel erforschen den Bildschirmarbeiter der Zukunft

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Arbeitsorganisation

Aufgrund neuer, moderner Kommunikationstechnologien wie Collaboration-Tools werden zentrale Ressourcen eines Unternehmens tendenziell immer ortsunabhängiger. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Organisation der Arbeitsprozesse, so dass feste Arbeitsorte und -zeiten sind nicht mehr zwingende Voraussetzung für reibungslose Abläufe sind. So lautet der dritte hinterfragte Trend. In der Studie sind 72 Prozent der Befragten der Auffassung, dass flexible Arbeitszeiten produktivere Arbeit ermöglichen. Im privaten Sektor sind 74 Prozent dieser Meinung, im Öffentlichen Sektor sind es hingegen nur 67 Prozent. In Schwellenländern folgten dieser Auffassung 80 Prozent, während es in den Industrieländern im Durchschnitt 65 Prozent, also deutlich weniger waren. Mitarbeiter in Deutschland zählen mit einem Zustimmungswert von 75 Prozent zu den optimistischeren.

Die Arbeit außerhalb der Büroräume, beispielsweise im Home Office, spielt allerdings für die Beschäftigten noch eine verhältnismäßig geringe Rolle als Trend: 45 Prozent der Befragten geben an, dass sie auf diese Weise mehr Arbeit erledigen könnten. Für Schwellenländer ergeben sich mit 58 Prozent tendenziell höhere Werte als für die Industrieländer mit 37 Prozent.

Consumerization

Der Einsatz von IT-Geräten in Unternehmen wird differenzierter. Mehr und mehr Beschäftigte wollen ihre privat genutzten Systeme auch in der Arbeit einsetzen, weil sie ihnen vertraut sind und sie damit produktiver arbeiten können. Umgekehrt werden auch Geräte aus dem beruflichen Bereich privat genutzt. 63 Prozent aller Befragten können Geräte heute sowohl für berufliche als auch für private Zwecke einsetzen. Der private Sektor liegt mit 65 Prozent vor dem Öffentlichen Sektor mit 57 Prozent.

In den Schwellenländern ist die Nutzung von Computern und anderen Geräten für private wie für berufliche Aufgaben deutlich weiter verbreitet: Mexiko kommt auf 87 Prozent, China auf 84 Prozent und Indien sowie Brasilien auf jeweils 74 Prozent. Die übrigen Länder liegen hier zum Teil deutlich zurück: Deutschland kommt auf einen Wert von 51 Prozent, Großbritannien auf 49 Prozent und Japan auf nur 41 Prozent. Die Schwellenländer scheinen also beim Thema Consumerization den Industrienationen einen Schritt voraus zu sein. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren. Vielleicht sind dort die Security-Policies noch nicht so strikt.

41 Prozent aller Befragten geben an, sie würden in ihren Unternehmen Einfluss auf die Auswahl von Geräten nehmen; im privaten Sektor sind es 45 Prozent, im Öffentlichen Sektor nur 32 Prozent. Auch hier zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Schwellenländern (59 Prozent) und den Industrieländern (31 Prozent). Deutschland kommt auf einen Wert von lediglich 36 Prozent. Bemerkenswert sind hier die Erwartungen: Gefragt nach ihrer Einschätzung der Situation in zehn Jahren meinen durchschnittlich 55 Prozent der Befragten, sie könnten dann Einfluss auf die Geräteauswahl in den Unternehmen nehmen. In Schwellenländern sind dies 78 Prozent und in Industrieländern 42 Prozent; für Deutschland ergeben sich 41 Prozent. Auf unterschiedlichem Niveau gehen also alle Beschäftigten davon aus, dass der Trend zur Consumerization weiter anhalten wird.

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