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Übertragungsrekord: 25,6 TBit pro Sekunde Datensprint auf der Glasfaser

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Martin Hensel

Die heute üblichen Datenraten von 10 GBit pro Sekunde dürften schon bald ein alter Hut sein. Aktuelle Experimente zeigen, das sich über eine Glasfaser über 25 TBit pro Sekunde übertragen lassen. Praxisnahe Lösungen erreichen immerhin 40 GBit pro Kanal.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Unter praxisnahen Bedingungen ist es T-Systems gelungen, die derzeit übliche Datenrate von 10 GBit pro Sekunde in optischen Netzen zu vervierfachen. Auf einer rund 720 Kilometer langen Strecke zwischen Nürnberg und Essen wurde ein Durchsatz von 40 GBit pro Sekunde erreicht. Prinzipiell sollen sich bis zu 80 Kanäle pro Faser übermitteln lassen, abzüglich Kapazitätsreserven entspricht dies einer Bandbreite von etwa 2,5 TBit pro Sekunde.

Wohin die Reise geht, zeigen unter Versuchsbedingungen übertragene Datenraten: Siemens Networks berichtet von einer erfolgreichen Datenweiterleitung mit Geschwindigkeiten von 111 GBit pro Sekunde. Erreicht wurde dieses Tempo auf einem Längenkanal eines 10-GBit-DWDM-Netzes (Dense Wavelength Division Multiplexing). Die dabei überbrückte Strecke gibt das Unternehmen mit knapp 2.400 Kilometern an. Per Multiplexing können 160 unabhängige Wellenlängenkanäle pro Phase realisiert werden. Rechnerisch ergeben sich so Bandbreiten von bis zu 16 TBit pro Sekunde.

Mit 25,6 pro Sekunde übertragenen TBit hält Acatel-Lucent nach eigenen Angaben aber den Weltrekord in Sachen Geschwindigkeit. Dabei wurden die Informationen per Multiplexing in verschiedene Bandbereiche (C- und L-Band) aufgeteilt. Mittels Polarisation wurde die Übertragungskapazität zusätzlich verdoppelt. Laut dem Netzwerkausrüster wurden die Daten über drei Strecken von je 80 Kilometern Länge übertragen. Zwischen den Teilstrecken bereitete eine Raman-Verstärkung die Daten auf.

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