IT soll Unternehmens- und Service-Prozesse in Einklang bringen

Das IT-Jahr 2014 aus der Sicht von CA Technologies

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Laut CA-CTO John Michelsen wird das Jahr 2014 „IT-Modelle vorantreiben, die die Prozesse des Unternehmens sowie der bereitgestellten Services stärker miteinander in Einklang bringen“.
Laut CA-CTO John Michelsen wird das Jahr 2014 „IT-Modelle vorantreiben, die die Prozesse des Unternehmens sowie der bereitgestellten Services stärker miteinander in Einklang bringen“. (Bild: CA Technologies)

2014 wird sich in der IT vieles um Qualifikationsengpässe, um die Entwicklung von Apps, um erlebnisbasierende Designs und um die steigende Nachfrage nach Interaktion drehen. Auch die Themen Sicherheit und Cloud Computing werden CA Technologies zufolge weiter im Fokus stehen.

„2014 wird IT-Modelle vorantreiben, die die Prozesse des Unternehmens sowie der bereitgestellten Services stärker miteinander in Einklang bringen“, sagt John Michelsen, Chief Technology Officer bei CA Technologies. „CIOs werden mehr Kontrolle abgeben und gleichzeitig ein End-to-End-Bereitstellungsmodell für Services anbieten, das alle nötigen Elemente und Technologien vereint. Ziel ist es, eine integrierte Anwendererfahrung zu kreieren. Unternehmen konzentrieren sich auf Bereitstellungsmodelle, bei denen die Interaktion hauptsächlich auf Mobilität basiert; zudem verlassen sie sich vermehrt auf das Application Performance Management. Dies führt dazu, dass die IT in dieser schönen neuen Welt der dynamischen IT die Rolle des Trusted Advisors und Service Brokers einnimmt.“

CA Technologies hat die aus seiner Sicht wichtigsten IT-Themen für das Jahr 2014 identifiziert:

1. Die wachsende Qualifikationskrise

Unternehmen haben zügig in soziale, mobile und cloudbasierende Technologien investiert und sie eingeführt – dies sei in den Anwenderunternehmen allerdings nicht immer reibungslos verlaufen. Um die Geschäftsvorteile dieser Technologien vollständig ausschöpfen zu können, sei eine Weiterentwicklung der Unternehmenskultur sowie der Fähigkeiten der Mitarbeiter unumgänglich.

Für den Umgang mit Big Data benötigten Unternehmen eine neue Generation von Informationswissenschaftlern; zudem seien mobile, soziale und Sensor-Technologien auf eine Rückstellung des Designs und der Architektur von Anwendungen und Anwenderoberflächen angewiesen. Bei diesen notwendigen hoch spezialisierten Qualifikationen gebe es aktuell noch Defizite.

Laut Expertenmeinungen werden fast alle der 30 am schnellsten wachsenden Berufe in den kommenden zehn Jahren Mitarbeiter mit Qualifikationen in Wissenschaften, Technologie, Maschinenbau und Mathematik (MINT-Berufe) benötigen. Die Zahl der hoch qualifizierten Mitarbeiter steige jedoch nicht schnell genug, um die Nachfrage bedienen zu können. Laut der von der Georgetown University im Juni 2013 veröffentlichten Studie Recovery: Projections of Jobs and Education Requirements through 2020 werde es alleine in den USA bis 2018 drei Mio. weniger Mitarbeiter mit einem technischen College-Abschluss geben wird, als von Unternehmen benötigt. Die neue Generation der Innovatoren und Anführer könne durch die Investition in maßgeschneiderte Programme für unterschiedliche Altersgruppen und Bildungslevel sowie in Angebote für Jugendliche, sich in MINT-Themen weiterzubilden, gefördert werden.

Unternehmen, die proaktiv mit dem Qualifikationsengpass umgehen, könnten sich deutliche Wettbewerbsvorteile verschaffen – beispielsweise kurzfristig durch einen offenen Ansatz für die Entwicklung der Gemeinschaft und langfristig durch Investitionen in die technische Bildung.

2. IT bekommt „APPetit“ und befeuert die API-Wirtschaft

Die Einführung von Cloud Computing, Mobility und anderen technischen Innovationen hat zu fundamentalen Änderungen in der Entwicklung und der Anwendung von Applikationen geführt. Applikationen sind nicht mehr monolithisch und auf einer einzigen Plattform gehostet, vielmehr können sie nun schnell an Komponenten, die inhouse und/oder von Anbietern entwickeln wurden, angedockt werden – und dies unabhängig davon, ob die Komponenten lokal, in der Cloud oder auf beide Arten verfügbar sind. CA Technologies zufolge werden CIOs, die sich stärker auf Managing-Apps und -Services konzentrieren, die Fähigkeit ihres Unternehmens, den Geschäftserfolg voranzutreiben, in einer solchen Umgebung erhöhen können.

SaaS, PaaS und IaaS bieten einen betriebsbereiten Zugang zu Rechenkapazitäten. IT wird sich somit verstärkt auf gemischte Geschäftsanwendungen konzentrieren, um neue Levels an Geschwindigkeit, Innovation, Leistung und Kosten-/Risiken-Wirkungen zu erzielen. Um diesen Wandel erfolgreich absolvieren zu können, müssten CIOs den Einfluss der serviceorientierten Stilarchitekturen durch die effizientere Nutzung und die bessere Kontrolle von APIs (Application Performance Interfaces) steigern.

3. Das Erlebnis im Vordergrund

Laut CA Technologies nutzen sowohl Kunden als auch Mitarbeiter disruptive Technologien schneller als Unternehmen. Organisationen hätten heutzutage keine Kontrolle mehr über ihre Marke.

IT-Services drehen sich um den Verbraucher. Dies beeinflusst Art und Weise, wie Applikationen entwickelt werden, und dies wiederum führt zu einem erlebnisbasierenden Design und im Umkehrschluss zur Einführung von DevOps. DevOps ist eine Softwareentwicklungsmethode, bei der Entwickler und Experten von IT-Anbietern zusammenarbeiten, um die Bereitstellung neuer Geschäftsservices zu beschleunigen.

CA Technologies zufolge werden Wahrnehmungstechnologien vermehrt in den meisten modernen mobilen und „wearable“ Geräten verfügbar sein. Die „Mobile-First“-Entwicklung werde den Weg ebnen für „Experience-First“-Multikanalansätze. Diese würden über Smartphones, Tablets, Smart TVs, Spielekonsolen, Notebooks oder weitere Plattformen verbreitet.

Das Management von mobiler/sozialer IT werde sich weniger mit der Verwaltung und Sicherung der Endgeräte beschäftigen, vielmehr werde die Verwaltung und Sicherung der mobilen Anwendungen und Daten in den Vordergrund rücken, während eine umfassende und mitreißende Anwendererfahrung ermöglicht werde.

4. Nachfrage nach schnellerer Bereitstellung

Die neue Generation der selbstinformierten Verbraucher fühlt sich wohl dabei, Informationen und Erfahrungen über Social Media zu teilen. Die Nachfrage der Verbraucher und Mitarbeiter nach Interaktion wird CA Technologies zufolge weiterhin steigen, da sie sich immer mehr mit Applikation und Technologien anfreunden, die kanalübergreifend sind und auf Erfahrungen basieren, beispielsweise auf Wahrnehmung.

In dieser Realität würden soziale, mobile und cloudbasierende Technologien sowie DevOps eine Bewegung bilden und die damit einhergehenden Erfahrungen den gleichen Level an Agilität von den Unternehmen fordern. CA Technologies sieht dadurch die DevOps-Bewegung befeuert, welche die Wiederherstellung traditioneller Frameworks wie ITIL (Information Technology Infrastructure Library) erfordert.

5. Sicherheit führt die IT- und Geschäftsagenda an

Die Einführung von mobilen, sozialen, DevOps- und Cloud-Technologien haben Unternehmen geöffnet und zu neuen Geschäftsrisiken geführt. Das schnell wachsende und kollaborative offene Unternehmen reduziert die IT-Kontrolle; gleichzeitig müssen CIOs und CSOs die richtige Mischung finden, um das Unternehmen voranzutreiben und zu schützen.

Ist Sicherheit für den Anwender bequem – einfach und automatisiert –, könnten Produktivität und Geschäftstreiber gewährleistet werden. Für CA Technologies ist „Vorausschauen, Vorbeugen und Vorbereiten“ der beste Ansatz, um mögliche Verstöße zu vermeiden und eine gute Balance zu finden.

6. Cloud ist Pflicht

CA Technologies sieht 2014 die Begeisterung für die Cloud schwinden, da sie verstärkt Einzug in den Alltag der Unternehmen erhalten werde. Tatsächlich würde die Cloud nun den Weg für weitere Technologien wie soziale und mobile Technologien ebenen. Obwohl Cloud Computing zum Mainstream geworden sei, befänden sich viele Unternehmen noch immer in den ersten Schritten der Einführung. Da es den Unternehmen an Fachkräften mangelt, wird nach Ansicht von CA Technologies die Zahl der von Service Providern gehosteten Public und Private Clouds steigen.

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