Im IP-Insider-Interview: Robin Duke-Woolley CEO von Beecham Research Das erste globale M2M-Netzwerk geht online

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Robin Duke-Woolley, Gründer und CEO von Beecham Research, im Gespräch mit IP-Insider über www.m2mapps.com, dem ersten globalen Netzwerk für die gesamte M2M-Wertschöpfungskette.

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Mit m2m apps steht ab sofort ein umfassendes Informationsportal für die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation bereit
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Herr Duke-Woolley, nach über einem Jahr des Konzeptionierens, Entwickelns und des Testens ist www.m2mapps.com nun vor ein paar Wochen online gegangen. Können Sie für unsere Leser die wichtigsten Punkte zusammenfassen, die in dieser Plattform stecken und was die Betreiber damit bezwecken?

Duke-Woolley: Nun, m2m apps ist als gut organisierte Plattform gedacht, die M2M-Anwendern einen klaren Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette verschafft und das Business Development unterstützt.

Grundsätzlich liegt dem Portal ein dreidimensionaler Ansatz zugrunde: Erstens können sich Unternehmen registrieren, einfach Profile generieren sowie Produkt- oder Dienstleistungsinformationen hochladen. Unternehmen können sich hier in einem speziellen und professionellen Umfeld einer globalen Branchen-Community präsentieren und ihre Referenzen oder Best Practices aufzeigen. Zweitens können die Nutzer von M2M-Technologien mit Hilfe der strukturierten Kategorisierung aller Anbieterinformationen und einer leistungsstarken und differenzierten Suchfunktion die richtigen Angebote für ihre Projekte schnell ausfindig machen. Drittens kann sich jeder, der an M2M-Technologien interessiert ist, auf der Website umfassend informieren und den Markt studieren. Die Idee ist, allen drei Beteiligtengruppen die aktuellsten und relevantesten Referenzquellen zu bieten. Und das Beste von allem ist – es kostet nichts!

Sie erwähnen die leistungsstarken Suchfunktionen der m2mapps-Plattform. Bitte erläutern Sie die Vorteile für Anbieter und Anwender etwa im Vergleich zur normalen Internetsuche.

Robin Duke-Woolley ist Gründer und CEO von Beecham Research
Robin Duke-Woolley ist Gründer und CEO von Beecham Research
Duke-Woolley: In den Aufbau einer leistungsstarken und differenzierten Suchfunktion für m2mapps haben wir viel investiert, weil ein zersplitterter Markt wie M2M genau das braucht. Um eine neue M2M-Anwendung marktreif zu machen, bedarf es oftmals mehrerer Parteien, die in den Entwicklungs- und Realisierungsprozess mit einbezogen werden müssen.

Mit der normalen Internetsuche stehen Projektplaner vor der Herausforderung, alle notwendigen Elemente für die Entwicklung eines neuen Produkts oder einer neuen Lösung in den Weiten des World Wide Web zusammensuchen zu müssen. Dabei gehen viele Suchanfragen ins Leere und es ist eine zähe Angelegenheit; vor allem, wenn man sich mit den Gegebenheiten des M2M-Markts nicht auskennt.

Trotzdem ist das immer noch die Methode, mit der heute die meisten Leute ihre Informationen über M2M zusammenstellen. Unsere Untersuchungen haben das deutlich gezeigt. Mit m2mapps können Anwender von M2M-Technologien eine spezifische, nach verschiedenen Kategorien geordnete M2M-Datenbank durchsuchen und erhalten klar gegliederte Ergebnisse nach Technologien, Branchenebenen und Regionen sowie ausführliche Anbieterdaten. Je mehr Unternehmen sich auf dem Portal registrieren, desto mehr fundierte und umfangreichere Detailinformationen wird jede Suche ergeben.

Offenbar spielen der Ideenaustausch und der Community-Ansatz wichtige Rollen im Konzept von m2mapps. Können Sie Ihre Rolle als Gründer und CEO von Beecham Research in dem Projekt beschreiben und erläutern, wie die Plattform diesen Community-Ansatz erfüllen will.

Duke-Woolley: m2mapps ist als Hilfsmittel für die M2M-Community konzipiert und soll ganz allgemein die Entwicklung dieses Marktes unterstützen. Als solches soll es auch als umfangreiches Kommunikationsnetzwerk für die globale M2M-Community fungieren. Der beste Weg dahin ist, die Nutzer der Plattform in Kontakt mit führenden M2M-Experten aus allen Branchen zu bringen – über Twitter, Facebook, LinkedIn, Slideshare und XING.

Indem wir soziale Netzwerke und deren Funktionalitäten einbinden, können m2mapps-Nutzer an Fachdiskussionen, an Frage- und Antwortsitzungen und Umfragen teilnehmen, was ihnen hilft, die Entwicklungen in der globalen M2M-Branche im Auge zu behalten. Ich zum Beispiel biete zusätzliche Hintergrundinformationen, indem ich An- und Einsichten von Beecham Research über den M2M-Markt im m2mapps-Blog veröffentliche, der in die Plattform integriert ist.

Ein hervorstechendes Merkmal der Website ist der Bereich mit den Experteninterviews, in dem Fachleute aus verschiedenen Feldern ihre Einsichten in aktuelle und künftige M2M-Themenstellungen darlegen. Welche Kriterien werden auf die Auswahl der Interviewpartner gelegt und wie passen diese ins Konzept von m2mapps?

Duke-Woolley: Das ist ein wichtiger zusätzlicher Bereich der Website, der helfen wird, immer wieder neue Einblicke in das M2M-Marktgeschehen zu gewinnen. Die Idee ist, dass die interviewten Experten erfahrene Mitglieder der M2M-Community sein sollten, die aktiv zu ihrem Wachstum beitragen. Die Interviews können aktuelle Themen aus den Bereichen Wissenschaft und Technologie, einem Wirtschaftszweig oder Fragen der Gesetzgebung und neuer Vorschriften behandeln.

Das Redaktionsteam von m2mapps wählt die Themen und Interviewpartner entsprechend aus. Die stetig wachsende Zahl der Interviews kann – ebenso wie der Blog – jederzeit gelesen werden; die Inhalte sind aber auch über die Suchfunktionen zugänglich. Was immer die Besucher der Website wissen wollen – sofern das Thema bereits behandelt wurde, kann darauf zugegriffen werden. Wir wollen ein möglichst breites Themenspektrum in angemessener Vertiefung darstellen: vom Funktionsumfang einer Anwendung über allgemeine Technologiefragen bis hin zu rechtlichen und regulatorischen Fragen. Und das alles wird weiterhin kostenfrei verfügbar sein.

Die Registrierung wird kostenlos sein, auch der Zugriff auf die Daten. Wie finanziert sich m2mapps dann?

Duke-Woolley: Finanziell steht m2mapps auf sicheren Beinen. Es verfügt über den finanziellen Rückhalt verschiedener unabhängiger Investoren und Sponsoren, die im M2M-Markt engagiert sind und dessen Wachstum fördern möchten. Im Augenblick ist Werbung die einzige Einnahmequelle, die mit zunehmendem Traffic mehr sprudeln wird. Das kann sich ändern, wenn mit der Zeit neue Service-Funktionen eingeführt werden. Vorläufig liegt der Schwerpunkt auf der Schaffung einer einfach zu bedienenden, leistungsstarken Ressource, die von der M2M-Community angenommen wird.

Wie anfangs erwähnt läuft www.m2mapps.com erst seit ein paar Wochen. Wie lautet Ihre persönliche Einschätzung nach dieser kurzen Zeit, und welche Schritte planen Sie, um die Plattform noch besser zu verankern?

Duke-Woolley: Aus meiner Sicht waren die Resultate bis jetzt sehr ermutigend. Das Feedback war gut. Die Anzahl der Anbieterprofile auf der Website ist in dieser kurzen Zeit erheblich angestiegen, die Seite wird gegenwärtig stark in den sozialen Netzwerken beworben und zieht vermehrt die Aufmerksamkeit der Fachmedien auf sich.

Natürlich findet der wirkliche Test erst bei der Nutzung statt. Wenn die Leute die Seite besuchen und sie nützlich finden, wird sie sich entwickeln. Zweifellos gibt es einiges, das zur Verbesserung der Nutzbarkeit noch verändert werden muss, und ich weiß, dass wir alle Kommentare und Vorschläge ernsthaft in Betracht ziehen werden.

m2mapps soll eine einzigartige Ressource werden und – bis jetzt – sind die Anzeichen, dass das klappen kann, sehr vielversprechend. Wir hoffen, dass alle in der M2M-Community die Seite ausprobieren werden und sie zunehmend als nützlich empfinden.

Herr Duke-Woolley, vielen Dank für das Gespräch!

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