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Rechtliche Fragen, Datenschutz, Administrierbarkeit beachten Consumerization schleicht sich in Firmen ein

| Redakteur: Katrin Hofmann

Bisher vor allem bei Endkunden beliebte mobile Technik hält immer stärker Einzug in Firmen. Manchem Unternehmenslenker allerdings ist das Ausmaß nicht bewusst. Entsprechender Nachholbedarf herrscht beim Management und den Sicherheitsvorkehrungen.

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Immer mehr Mitarbeiter nutzen dann und wann ihr privates Handy oder Smartphone für den Beruf.
Immer mehr Mitarbeiter nutzen dann und wann ihr privates Handy oder Smartphone für den Beruf.

Gleichzeitig mit der wachsenden Mobilität nutzen immer mehr Mitarbeiter private Geräte auch beruflich. Einer weltweiten Studie des IT-Dienstleisters Unisys und der Marktforscher von IDC zufolge verwendeten im vergangenen Jahr 30 Prozent der Angestellten ihre persönliche Technik für die Arbeit. Laut der im Juli 2011 veröffentlichten Untersuchung ist die Zahl mittlerweile auf 40 Prozent gestiegen.

Gemäß einer Erhebung des Web-Collaboration-Spezialisten Citrix Online und der Analysten von Yougov ermutigt jeder dritte deutsche KMU seine Belegschaft zur Verwendung von Devices wie iPhones, iPads oder auf Android basierenden Geräten. In 56 Prozent der Betriebe hierzulande macht private Technik demnach schon heute die Runde.

Grundsätzlich werden der Unisys-Studie zufolge mobile Geräte wichtiger: Während 2010 für 49 Prozent der deutschen Angestellten das Notebook wichtigstes Arbeitsgerät war, sagen dies 2011 schon 56 Prozent. Nur 28 Prozent betrachten den Desktop als höchst relevant. Zwölf Prozent der Angestellten Europas verwenden ein privates Tablet auch beruflich, 73 Prozent ihr Smartphone.

CIOs werden unterlaufen

Allerdings bescheinigt sowohl die Citrix-Online- als auch die Unisys-Untersuchung manchem Firmen-Lenker und CIO Ahnungslosigkeit über den tatsächlichen Einsatz. 59 Prozent der deutschen KMUs wissen nicht, wie viele private Geräte tatsächlich bei ihnen kursieren, so die Citrix-Online-Studie. Unisys zufolge glauben nur sieben Prozent der europäischen IT-Executives, dass ihre Kollegen Tablets beruflich überhaupt einsetzen, lediglich 31 Prozent denken dies bei Smartphones.

Entsprechend stiefmütterlich gehandhabt werden offenbar vielfach Sicherheitsvorkehrungen, die Anpassung der IT-Infrastrukturen und die Verwaltung. 60 Prozent der deutschen Betriebe haben Citrix Online zufolge keinerlei Systeme für Management und Überwachung eingerichtet, obwohl Remote-Netzwerkzugriff und Downloads nicht unüblich sind.

„Die Modernisierung der Unternehmens-Applikationen für den Einsatz auf mobilen Endgeräten verläuft schleppend,“ resümiert Unisys. Der Auftrags-Studie des Dienstleisters zufolge sind nur 13 Prozent der deutschen Firmen hier aktiv geworden, 72 Prozent wollen auch in den kommenden Monaten Anwendungen nicht stärker auf mobile Geräte ausrichten. Denn die Sicherheitsbedenken sind nach wie vor beachtlich: 85 Prozent der Betriebe fürchten ein Risiko. Und dennoch: Europaweit engagieren sich IT-Manager der Unsisys-Untersuchung zufolge weniger für die Sicherheit mobiler Geräte als noch im vergangenen Jahr.

Wie eine erfolgreiche Strategie zur Einbeziehung der privaten Endgeräte aussehen kann und mehr über die technische Umsetzung erfahren Sie auf den nächsten Seiten.

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