5-4-3–-Regel bei LANs



  • Was bedeutet denn die „5-4-3-Regel“ bei der Planung von Netzwerverkabelungen genau? Wir haben ein kleines Firmennetz mit zwei Servern, einem Datenbank- und einem Kommunikationsserver. Beide sind in einem Serverschrank, wo auch ein 16-Port-Switch ist, von dem aus zu jeder Arbeitsstation (insgesamt 10 Stück) ein Cat.5-Kabel führt.

    Nun wollen wir in einem zweiten Stockwerk weitere 10 Arbeitsplätze anschliessen. Da ich nun keine 10 Kabel in die andere Etage verlegen kann und möchte, brauche ich wohl noch einen Switch mit 16 Ports, den ich einfach an einen der verbleibenden 4 des vorhandenen Switches anschliessen will.

    Nun hat mir ein Netzwerkprofi gesagt, ich müsse bei einer Erweiterung unbedingt die 5-4-3-Regel beachten. Was will er mir damit sagen?



  • Diese Regel heißt auch Repeater-Regel und besagt, dass in einem Ethernet-Netzwerk mit Baum-Topolgie maximal 5 Segmente mit 4 Repeatern verwendet werden dürfen, wobei nur an 3 Segmenten aktive Endgeräte angeschlossen sein können. Ein Repeater zählt dabei ebenfalls als aktives Endgerät

    Soviel zu den Grundlagen; in der Praxis ist das Thema heutzutage nicht mehr so relevant, denn bei Einsatz eines Switches findet diese Regelung gar keine Anwendung mehr. Der Grund für das Ganze ist die Signallaufzeit, die früher – bei Verwendung von reinen Verteilerhubs – immer länger wurde und irgendwann zu Fehlern und Kollisionen führte. Da heute eigentlich alle Netzverteiler als Switch ausgeführt sind (Sie haben ja auch einen im Einsatz), kommen solche Laufzeitverzögerungen praktisch nicht mehr vor.

    Ihr Netzwerkprofi hat also prinzipiell Recht, doch in dem geschilderten Fall spielt das Thema keine Rolle, denn

    • Sie verwenden sowieso Switches
    • Sie würden auch mit Hubs die besagte Regel gar nicht verletzen

    Also, frisch auf ans Werk. Viel Erfolg!


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