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CIOs gegen wildes Filesharing Collaboration geht nur in der Cloud

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Elke Witmer-Goßner

Das Analystenhaus IDC hat sich angesehen, wie in deutschen Unternehmen Dokumente geteilt werden. Erste ernüchternde Antwort: Die gute alte E-Mail ist mit weitem Abstand noch immer das Tool der Wahl. Wahnsinnigerweise direkt gefolgt von Ausdrucken auf Papier – so viel zum Thema digitale Transformation.

Deutsche CIOs suchen nach dem Aus von Safe Harbor nach passenden EFSS-Tools.
Deutsche CIOs suchen nach dem Aus von Safe Harbor nach passenden EFSS-Tools.
(Bild: Sergey Nivens, Fotolia)

Wenn CIOs aber eine Filesharing- bzw. Collaboration-Lösung (Enterprise File Sharing & Synchronisation; EFSS) einsetzen, was heute trotz Mobility-Boom gar nicht mal so häufig vorkommt, dann eine aus der Cloud. Das Verlangen danach ist groß – 50 Prozent aller CIOs haben konkrete Pläne dafür, wie Mark Alexander Schulte, Consultant & Projektleiter beim Analystenhaus IDC, für die Studie „Mobile Content Management in Deutschland 2016“ herausfand. Denn die CIOs sind Getriebene: In allen Unternehmen, gleich ob aus dem Mittelstand oder der Enterprise-Klasse zuzurechnen, breitet sich eine Schatten-IT rund um Collaboration aus, die die Züge einer Hydra trägt.

Nutzer wollen Filesharing

Kein Wunder: 70 Prozent der von IDC befragten Mitarbeiter in Deutschland halten den universellen Zugang zu Dokumenten für wichtig, nicht zuletzt weil 40 Prozent der Mitarbeiter nicht ausschließlich im Büro arbeiten und daher nach Wegen suchen, sich dennoch mit den Kollegen auszutauschen. Dabei wird nicht weniger als die Hälfte (!) der Arbeitszeit damit verbracht, bestimmte E-Mails und Dokumente zu suchen. Das erzeugt ein starkes Momentum hin zu „schwarzen“ Filesharing-Angeboten.

Nutznießer dieser Filesharerei unter der Hand sind Unternehmen wie Dropbox, deren deutscher Country Manager Oliver Blüher auch gar nicht unglücklich über die Situation ist: „Während Mitarbeiter nicht auf die Vorteile von mobilen Technologien verzichten wollen, zeigen Studien, dass die wenigsten Unternehmen in Deutschland eine echte mobile Strategie haben. In puncto Mobile prallen die positiven Erwartungen der Mitarbeiter nach dem Motto, ‚Das iPhone macht mein Leben leichter‘, auf die Sicherheitsanforderungen der IT-Organisation, die verlauten lässt ‚Vernünftige Maßnahmen bei Security, Governance und Compliance lassen sich nicht von heute auf morgen einführen.‘“

Die Folge ist eine wilde Nutzung von Dropbox und Konsorten durch die iPhone-Nutzer. Natürlich ohne Wissen des IT-Verantwortlichen, der verständlicherweise um seine bzw. die Daten seiner Firma fürchtet. Setzt er dann doch notgedrungen eine Filesharing-Lösung ein, um den Wildwuchs zu bekämpfen, so kommt diese in der Regel aus der Cloud, wie IDC-Analyst Schulte zu berichten weiß.

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Dr. Dietmar Müller

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Journalist