Virtualisierung für kleine und kleinste Unternehmen, Teil 1

Client-Virtualisierung für KMUs unter der Lupe

01.09.2010 | Autor / Redakteur: Frank Castro Lieberwirth / Andreas Donner

VDI (Virtual Desktop Infrastructure) ermöglicht über Klonen viele Virtuelle Maschinen (VMs).
VDI (Virtual Desktop Infrastructure) ermöglicht über Klonen viele Virtuelle Maschinen (VMs).

Die Bilanz: Ist Clientvirtualisierung auch für kleine Unternehmen interessant?

Spaßbremsen dieser Technologie sind die Anschaffungskosten für die Virtualisierung. Doch bevor gleich aus Kostengründen abgewunken wird, lohnt sich ein genauer Blick auf die langfristige Bilanz.

Eine Schätzung…

  • 1.: Durch Verwendung von Thin-Clients können Energiekosten gespart werden: geschätzte 100 € pro Gerät und Jahr.
  • 2.: Die Kosten für Administration (Mitarbeiterkosten, Kosten externer Dienstleister) sinken: geschätzte 500 € pro Gerät und Jahr.

Die Masse macht’s also auch hier! Ab einer gewissen Anzahl Clients können Einsparungen erwirkt werden. Für sehr kleine Unternehmen mit 5 PCs wäre die Technologie zwar auch ganz schön, doch die Anschaffungskosten amortisieren sich unter Umständen erst nach einer langen Zeit. So werden in der Praxis Unternehmen von weniger als 10 Mitarbeitern den Weg zur VMware- oder Citrix-Clientvirtualisierung nach heutiger Marktlage noch nicht finden.

Ausnahmen

Da viele Firmen aber bereits einen MS Windows Server besitzen, können sie die Terminal-Dienste von Microsoft kostengünstig verwenden. Dies stellt in einigen Situationen/Anwendungen eine Möglichkeit dar, Clientvirtualisierung ohne Neuanschaffung von Hardware zu verwenden. Das bereits erwähnte 5-Benutzer-Paket bietet sich derzeit hierfür an.

Eine lohnende Situation wäre beispielsweise, wenn wenige Benutzer ein „altes“ Warenbestandsprogramm verwenden müssen. Unternehmen mit Heimarbeitsplätzen können ebenfalls eine Ausnahme bilden, wie der folgende Artikel aus der Reihe Client-Virtualisierung zeigen wird.

Fazit

Hersteller, wie Microsoft, VMware und Citrix liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die beste Virtualisierungssoftware bzw. um Marktanteile. Die Hersteller bieten ihre Clientprodukte derzeit aber noch in einem Preissegment an, das für sehr kleine Unternehmen noch nicht so attraktiv ist. Dennoch sind in der letzten Zeit die Preise für SMB-Editionen (Small and Medium sized Business) gefallen, um auch den Mittelstand zu bedienen. Fallen die Lizenzkosten weiter, wird die Client-Virtualisierung auch für kleine Unternehmen zu einer echten Alternative.

weiter mit Teil 2

weiter mit Teil 3

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