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Bauplan für Software-definierte, optische Netzwerke Ciena präsentiert „Liquid Spectrum“

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Unter dem Label „Liquid Spectrum“ offeriert Ciena einen Bauplan für Software-definierte, optische Netzwerke. Deren Betreiber sollen künftig flexibel auf wechselnde Anforderungen reagieren und auch Lösungen Dritter einbinden können.

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Mit „Liquid Spectrum“ sollen Netzbetreiber Infrastrukturen flexibel an wechselnde Bedürfnisse anpassen.
Mit „Liquid Spectrum“ sollen Netzbetreiber Infrastrukturen flexibel an wechselnde Bedürfnisse anpassen.
(Bild: Ciena)

Lösung, Bauplan oder Technologieplattform – selbst Ciena ringt in einer aktuellen Mitteilung um eine treffende Beschreibung für das jetzt vorgestellte „Liquid Spectrum“. Klar ist: Mit dem Angebot sollen Netzbetreiber den Anforderungen eines On-Demand-Marktumfelds besser als bisher gerecht werden und Infrastrukturen flexibel an wechselnde Bedürfnisse anpassen können.

„Liquid Spectrum“ vereint dabei eine Reihe von Optik- und Softwaretechnologien. Hierzu zählt Ciena rekonfigurierbare photonische Schichten, die kohärente „WaveLogic Ai Optics“-Technologie, Blue Planet Manage, Control and Plan (MCP) sowie neue Software-Applikationen. Der eigenen OPn-Netzwerkphilosophie folgend wirbt Ciena zudem mit einer offenen Architektur und verweist auf APIs und Standardschnittstellen.

Kunden sollen so passende Komponenten des „Liquid Spectrum“ auswählen und auch mit Lösungen Dritter kombinieren. So lasse sich etwa ein Waveserver Ai über ein Ciena Photonic Layer deployen, während Kunden die Netzkapazität mit eigenen Applikationen optimieren. Über die mit „Liquid Spectrum“ präsentierten Software-Applikationen könnten Betreiber überdies Transponder anderer Anbieter automatisiert provisionieren und die Systemperformance optimieren.

Folgende Software-Anwendungen will Ciena mit „Liquid Spectrum“ anbieten:

  • Performance Meter helfe Betreibern, die optimale System-Performance sicherzustellen. Hierzu ist in Echtzeit der Zugriff auf präzise Planungsdaten sowohl für die bestehende Hardware als auch für neue geplante Dienste möglich.
  • Liquid Restoration steigere die Serviceverfügbarkeit durch flexible, bedarfsorientierte Anpassung der installierten kohärenten optischen Kapazität, um die betroffenen Dienste über beliebige verfügbare Pfade im Netzwerk zu leiten.
  • Bandwidth Optimizer nutzt vom Kunden definierte Service Policies und schlage die ideale Kapazität, Hardwarefunktion und spektrale Platzierung für jeden Kanal und über jeden Netzwerkpfad vor.
  • Wave-Line Synchronizer beschleunige das Provisioning von Diensten, verringere die Zahl manueller Arbeitsgänge für das Provisioning und vermeide entsprechende menschliche Fehler in optischen Implementierungen von mehreren Anbietern.

Heidi Adams, Senior Research Director, Transport Networks, IHS Markit, kommentiert: „Mit Liquid Spectrum vereint Ciena optische Hardware-Erweiterungen mit einem erweiterten Blue-Planet-Portfolio. Daraus ergibt sich ein strategischer Rahmen, wie Netzwerkbetreiber zu einem noch effizienteren Betrieb gelangen. Außerdem können sie damit die Entwicklung hin zu autonomen optischen Netzwerken voranbringen.“

Mit Ciena WaveLogic Ai und Blue Planet MCP sollen zwei entscheidende Elemente von „Liquid Spectrum“ im zweiten Quartal 2017 verfügbar sein. Liquid Spectrum und seine anfänglichen Software-Applikationen werden bis Ende des Jahres ausgeliefert.

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