Brocade läutet nächste Phase seines „Effortless Network“ ein

Campusnetzwerke für mobile Mitarbeiter

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Switches wie der Brocade ICX 6650 mit 10GbE- und 40GbE-Port-Konfigurationsoptionen unterstützen die HyperEdge-Architektur.
Switches wie der Brocade ICX 6650 mit 10GbE- und 40GbE-Port-Konfigurationsoptionen unterstützen die HyperEdge-Architektur. (Bild: Brocade)

Die HyperEdge-Architektur von Brocade umfasst Funktionen wie Distributed Services, Consolidated Management und Distributed AP Forwarding sowie ein um Switches, Wireless-AP-Modelle und einen Wireless-Controller erweitertes Produktportfolio.

Brocade bezeichnet seine HyperEdge-Architektur als einen Pfeiler seines Effortless Network und sieht darin einen Grundstein für ein bewegliches anwendungs- und serviceorientiertes Campusnetzwerk. Ziel sei eine skalierbare, auf die erhöhte Mobilität der Nutzer ausgerichtete Campusumgebung, die sofortigen Zugriff auf Dienste und Anwendungen bietet.

Distributed Services

Die Funktionen und Leistungen der Premium-Campus-Switches werden auf Entry-Level-Switches innerhalb einer einzigen HyperEdge-Domain erweitert und ermöglichen Brocade zufolge intelligente User- und Geräte-Ports zu einem reduzierten Preis pro Port. Premium-ICX-Campus-Switches können zu bestehenden ICX-Stacks in einer HyperEdge-Domain hinzugefügt werden, um das Service-Level der Netzwerkinfrastruktur einem Upgrade zu unterziehen und den Investitionsschutz zu sichern.

Consolidated Management

Da eine einzelne logische Einheit innerhalb jeder HyperEdge-Domain aus mehreren Geräten besteht, sollen Konfigurationen der Netzwerkverwaltung und Wartungs-Updates schneller und einfacher durchgeführt werden können. Verantwortlich hierfür seien das dynamische Sharing von Software-Images und Netzwerk-Policies mit weniger Verwaltungs-Touchpoints. Die verkabelte ICX-Infrastruktur unterstützt zusammengelegte Aggregations- und Access-Domains, die Brocade-Mobility-Produkte sollen zentralisierte WLAN-APs oder controllerbasierende Managementoptionen ermöglichen.

Distributed AP Forwarding

Mobiler Traffic wird gesichert und dann ans Netzwerk, nicht zu einem zentralen Controller, weitergeleitet. Laut Brocade werden dadurch Controllerengpässe vermieden, Leistung und Zuverlässigkeit erhöht und eine nahtlose mobile Verbindung erzielt. Brocade-Mobility-APs sorgen laut Hersteller für eine ununterbrochene Hochleistungsverbindung.

Distributed Services, Consolidated Management und Distributed AP Forwarding sind ab sofort mit den aktuellen Versionen von Brocade FastIron 8.0 und WiNG 5.4.2 verfügbar. Zur Aktivierung sind keine zusätzlichen Lizenzen erforderlich.

Integration der Zugangs- und Aggregationslayer

Die HyperEdge-Architektur integriert die Zugangs- und Aggregationslayer des Campusnetzwerks. Dies soll die Bereitstellung der Dienstleistungen vereinfachen und die Leistung steigern. Intelligente WLAN-APs können sich mit den drahtgebundenen Edge-Domains verknüpfen, um eine sichere Wireless-Verbindung aufzubauen ohne dabei die kabelgebundene Infrastruktur zu überlasten. Der gesamte Datenverkehr wird innerhalb der HyperEdge-Domain verwaltet, wodurch keine Notwendigkeit mehr für komplexe bestehende Protokolle wie das Spanning Tree Protocol (STP) und controllerorientierten getunnelten drahtlosen Datenverkehr bestünde. HyperEdge-Domains können Brocade zufolge zusammen skaliert und nahtlos in die bestehende Campusnetzwerkinfrastruktur integriert werden. Dieser Designansatz würde ein vereinfachtes Gerätemanagement erlauben und eine bewegliche anwendungs- und serviceoptimierte Infrastruktur ermöglichen.

Einheitliche Managementschnittstelle

Die Verwaltung der gesamten Familie drahtgebundener und drahtloser Brocade-Produkte kann mit dem Brocade Network Advisor zentralisiert werden. Die Managementschnittstelle unterstützt auch WLAN-APs und Controller. Unternehmen können den CLI-Manager sowie die Policy-Monitoring-Funktionen über drahtgebundene und drahtlose Netzwerke nutzen, um End-to-End-VLAN-Konsistenz zu überprüfen und Einblick zu gewinnen. Für Administratoren steht ein anpassbares Performance-Dashboard zur Verfügung.

Switches, Wireless-APs und Wireless-Controller

Brocade erweitert sein Campusnetzwerk-Portfolio um Switches, Wireless AP-Modelle und einen Wireless-Controller. Die Produkte sind skalierbar und unterstützen unter anderem den Standard 802.11ac:

  • Der ab Juni 2013 verfügbare, lüfterlose Compact-Switch ICX 6430-C, eine 12-Port-Version des ICX 6430, verfügt über die Sicherheits- und Performance-Features von Full-Size-ICX-Switches und sei für den Einsatz im Bildungs-, Gesundheits- und öffentlichen Bereich geeignet.
  • Der Switch ICX 6650 wurde für die Campusaggregation und für Non-Fabric-Rechenzentrums-Top-of-Rack (ToR)-Implementierungen konzipiert. Er bietet Port-On-Demand (PoD)-Lizenzen für bis zu 64 10GbE-Ports und vier 40GbE-Ports in einem einzigen Rack. Der ICX 6650 ist ab sofort verfügbar.
  • Die ab Mai 2013 verfügbaren Access Points Mobility 1220 und Mobility 1240 sollen Leistung, Reichweite und Zuverlässigkeit im Wireless-Bereich steigern. Der Mobility 1240 unterstützt einen Datendurchlauf von bis zu 450 MBit/s. Der Mobility 1250 soll im Laufe des Jahres 2013 verfügbar sein, 802.11ac unterstützen und mobilen Nutzern eine Übertragungsrate von bis zu 1 GBit/s ermöglichen. Der Mobility RFS9510 Controller wird ab Juni 2013 erhältlich sein und Brocade zufolge bis zu 10.240 APs und 200.000 Geräte unterstützen.
  • Zu den weiteren Hardwareoptionen für die Switch-Familien FastIron SX, FCX und ICX gehört ab Juni 2013 ein Hochleistungsmanagementmodul für FastIron-SX-Switches mit bis zu achtfacher Leistung der aktuellen Module. Dadurch würden die Skalierbarkeit verbessert und erweiterte Features unterstützt, einschließlich Virtual Routing und Forwarding (VRF). Ab sofort verfügbar sind ein Uplink-Modul für den FCX-Switch sowie eine Gleichstromversorgung für den Switch ICX 6610.

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