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Neue Qualitätsstufe? Was leistet das Internet-Telefonat aus der Cloud?

Business-Telefonie im Umbruch

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Business-Telefonie verändert sich

Fazit: Betrachtet man das Thema Cloud-Telefonie in einem größeren Kontext, dürfte gerade der Zukunftstrend in Richtung Unified Communication (UC) die Verschmelzung der bislang getrennten Kommunikationswege voran treiben, einerseits um die Kommunikation zu beschleunigen, aber auch um diese einfacher und transparenter zu gestalten.

„Anstelle komplexer und kostenintensiver traditioneller Telefonanlagen verlangen die Kunden heute kurze Vertragslaufzeiten sowie mehr Flexibilität und eine administrationsarme Unterstützung moderner Arbeitsformen“, bringt Rainer Koppitz von nfon aus seiner Sicht die Vorteile auf den Punkt.

Für die Anwender und IT-Abteilungen allerdings bleibt die ständige Herausforderung weiter bestehen, mit der enormen Dynamik des ITK-Marktes Schritt zu halten. Generell sind deshalb gerade beim Outsourcing von Dienstleistungen an Dritte die Leistungsversprechen genau unter die Lupe zu nehmen, damit die Lösung, sprich das Produkt, sich möglichst reibungslos an den Branchenkontext anpassen kann. Auch kann die langfristige Bindung an einen Partner in die eine oder andere Richtung den Ausschlag geben.

Darin mag auch eine gewisse Veränderungsresistenz der Anwender begründet sein. Denn wer bei Neuinvestitionen auf das falsche Pferd setzt, hat möglicherweise noch rascher das Nachsehen als mit einer technischen Altlast, sprich eine in die Jahre gekommne TK-Anlage. Dennoch kann gerade dieses Argument ein Grund mehr sein, warum die in der Cloud betriebene Telefonanlage sich am Markt etablieren wird. „Es kann besser sein, frühzeitig den Wandel zu unterstützen als an der alten Anlage festzuhalten“, gibt jedenfalls Nicole Dufft von PAC zu bedenken.

Schließlich gilt angesichts von rauen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit Blick auf den anhaltenden Kostendruck: Der Kunde ist kaum mehr bereit, für nutzlose technische Spielzeuge und nicht wirklich benötigte Funktionalitäten zu bezahlen. Somit steht nicht nur jedes neue Investitionsvorhaben auf dem Prüfstand, sondern auch jeder größere Kostenblock, der nicht mehr in der Lage ist, die hohen Erwartungen zu erfüllen. Dazu zähle auch die Integration von Video in die klassische Telefonanlage, so Rainer Koppitz von nfon, denn ihr Nutzen sei zu gering.

Er sieht die Zeit reif für die Cloud-Telefonie. Was zusätzlichen Nutzen biete und darum auch den Weg in die Telefonanlage finden werde, sei die Integration von Dokumenten-Sharing, so dass man in einem Telefonkonferenzraum problemlos Dokumente teilen, zeigen und bearbeiten könne. Dazu gehöre auch das Andocken an Enterprise Social Media, also letztlich Facebook ähnelnde Anwendungen für Unternehmen. „Beides wird kommen und ist bei uns konkret in Planung“, prognostiziert Koppitz.

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