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Ökonomisch tragfähige Lösungen sind nicht immer möglich Bundeswirtschaftsminister Glos über Breitbandabdeckung in Deutschland

| Redakteur: Florian Karlstetter

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos hat verkündet, mittlerweile hätten mehr als 98 Prozent der deutschen Haushalte die Möglichkeit, breitbandige Anschlüsse zu nutzen. Vor allen in ländlichen Regionen steht dafür allerdings nicht immer die entsprechende Infrastruktur bereit.

Die Länderkarte über die Breitband-Verfügbarkeit in Bayern zeigt, dass längst nicht alle Regionen voll abgedeckt sind.
Die Länderkarte über die Breitband-Verfügbarkeit in Bayern zeigt, dass längst nicht alle Regionen voll abgedeckt sind.
( Archiv: Vogel Business Media )

Folgt man der Meldung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), verfügen derzeit mittlerweile über 50 Prozent aller deutschen Haushalte über einen Breitbandanschluss. Der Anteil der Breitbandkunden mit einer Bandbreite größer als 2 Mbit/s soll bei über 70 Prozent liegen.

Trotz der positiven Bilanz meldet das Bundesministerium, dass noch immer über 700.000 Haushalte keinen und weitere 5 bis 6 Prozent nur einen qualitativ unbefriedigenden Breitbandzugang haben. Vor allem ländliche Regionen sind hiervon verstärkt betroffen.

Aus diesem Grund hat das BMWi eine Arbeitsgruppe eingerichtet, in der alle relevanten Branchenverbände, die Deutsche Telekom, kommunale Spitzenverbände, die Bundesnetzagentur, Ländervertreter, der Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie Breitbandkompetenzzentren an der Beseitigung von Versorgungslücken mitwirken.

„Wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten, sind in den meisten Fällen ökonomisch tragfähige Marktlösungen möglich“, so der Bundeswirtschaftsminister. Oft sind es dabei kleine und mittelständische Unternehmen, die vor Ort mit alternativen Technologien wie etwa stationärem Funk weiterhelfen können.

Ein positives Beispiel, wie eine solche Lösung aussehen kann, zeigte jüngst ein Projekt des Fraunhofer ESK in der Gemeinde Weiding im Landkreis Cham in Niederbayern. Dort entwickelten die Fraunhofer-Spezialisten ein Konzept zur breitbandigen Anbindung von allen 14 Ortsteilen (IP-Insider.de berichtete unter „Breitband für alle – Fraunhofer ESK zeigt wie´s geht“).

Das BMWi stellt im Internet ein Breitband-Portal zur Verfügung, auf dem man sich über aktuelle Neuigkeiten und regionale Verfügbarkeit diverser Techniken informieren kann.

(ID:2014164)