Umstellung auf Carrier Ethernet Transport (CET)

Bundeswehr und BWI nehmen 100-GBit/s-WAN-Strecke in Betrieb

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Oberst Michael Volkmer, BWI-Geschäftsführer Peter Blaschke und Generalmajor Klaus Veit (v. l.) bei der Inbetriebnahme der neuen 100 GBit/s-WAN-Strecke.
Oberst Michael Volkmer, BWI-Geschäftsführer Peter Blaschke und Generalmajor Klaus Veit (v. l.) bei der Inbetriebnahme der neuen 100 GBit/s-WAN-Strecke. (Bild: BWI Informationstechnik)

Vertreter der BWI Informationstechnik GmbH und der Bundeswehr haben am 8. April eine neue Hochleistungs-WAN-Strecke zwischen Rheinbach und Köln in Betrieb genommen. Auf dieser sollen Daten mit bis zu 100 GBit/s transportiert werden. Damit sei diese Verbindung eine der schnellsten in Deutschland.

Peter Blaschke, Vorsitzender der Geschäftsführung der BWI Informationstechnik GmbH, Generalmajor Klaus Veit, Vizepräsident des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), und Oberst Michael Volkmer, stellvertretender Kommandeur des Betriebszentrums IT-System der Bundeswehr (BITSBw), nahmen in Rheinbach die 100-GBit/s-WAN-Strecke der Bundeswehr in Betrieb. Die BWI habe die Strecke im Rahmen ihres Projektes „Transportnetz 2014“ aufgebaut und zeige damit, dass das WAN der Bundeswehr (WANBw) zu den leistungsfähigsten und modernsten Netzen in Deutschland zähle.

Generell sei das Kernnetz des WANBw flächendeckend dafür ausgelegt, Daten mit bis zu 10 GBit/s zu übertragen. Die zehnfache Übertragungsrate werde durch die Umstellung des WANBw auf die Technologie Carrier Ethernet Transport (CET), die die BWI Ende 2014 abgeschlossen hatte, ermöglicht. Auf Basis von CET habe die BWI nun durch den Einsatz eines speziellen mehrfarbigen Lasers und der sogenannten Alien-Wavelength-Technologie die 100-GBit/s-Strecke aufgebaut. Im Prinzip ermögliche es diese Technologie, unabhängig von der Übertragungsplattform eine eigenständige, überwachbare und managebare Verbindung zu implementieren. Somit sei die 100GBit/s-Strecke vollständig ohne „Technologiebruch“ in das CET-Netz integriert.

Mit 100 GBit/s befinde sich das Weitverkehrsnetz der Bundeswehr auf einem Niveau, das aktuell nur wenige WAN-Strecken in Deutschland, beispielsweise der weltweit größte Internetknoten in Frankfurt am Main, bieten könnten. „100 GBit/s klingen für die meisten privaten Nutzer utopisch, doch für die Bundeswehr ist es zwischen Rheinbach und Köln bereits Realität und gibt uns mit Blick auf den steigenden Bedarf an verfügbaren Bandbreiten ein gutes Gefühl für die Zukunft“, sagt Generalmajor Veit, Vizepräsident des BAAINBw.

Die Strecke Köln-Rheinbach wurde gewählt, da auf dem Gelände der Tomburg-Kaserne das BITSBw und ein Betriebskompetenzzentrum der BWI beheimatet sind – zwei Nutzer der Strecke, die von der hohen Bandbreite profitieren sollen. „Das Team der BWI hat hier gemeinsam mit unseren Partnern ganze Arbeit geleistet. Mit dem WANBw im Allgemeinen und der 100 GBit/s-Strecke im Besonderen haben wir eines der modernsten Netze in Deutschland geschaffen, das auf heutige Anforderungen und zukünftige Herausforderungen ausgerichtet ist. Dabei markiert eine Bandbreite von 100 GBit/s noch nicht das Ende der Ausbaufähigkeit – auch höhere Übertragungsraten sind auf unserer technologischen Plattform denkbar“, erklärte Blaschke bei der Produktivsetzung.

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