Bitkom: Frequenzvergabe fördert flächendeckende Versorgung

Bundesnetzagentur stellt Weichen für schnelles mobiles Internet

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Die Bundesnetzagentur trägt mit ihrer Entscheidung auch zur flächendeckenden Versorgung mit mobilem Internet entlang von ICE-Trassen bei.
Die Bundesnetzagentur trägt mit ihrer Entscheidung auch zur flächendeckenden Versorgung mit mobilem Internet entlang von ICE-Trassen bei. (Bild: Deutsche Bahn AG)

Der Digitalverband Bitkom begrüßt die Entscheidung des Beirats der Bundesnetzagentur, bei der Versteigerung der 700-MHz-Frequenzen eine breite Versorgung der Bevölkerung mit schnellem Internet sicherzustellen.

Dem Beschluss zufolge müssen die Netzbetreiber nach Zuteilung der Frequenzen dafür sorgen, dass innerhalb von drei Jahren deutschlandweit 98 Prozent der Haushalte mit mobilem Breitband versorgt sind. Je Bundesland soll eine Mindestabdeckung von 97 Prozent gewährleistet werden. Pro Funkzelle sei eine Mindestbandbreite von 50 MBit/s vorgesehen.

„Damit schaffen wir die Voraussetzung für die nötige Digitalisierung unserer Industrie sowie für Zukunftstechnologien wie das autonome Fahren und ermöglichen zugleich jedem eine bessere mobile Internetnutzung“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Hierzu wird auch die flächendeckende Versorgung mit mobilem Internet entlang der Autobahnen und ICE-Trassen beitragen.“

Bei der Vergabe der Funkfrequenzen durch die Bundesnetzagentur werden Mobilfunkfrequenzen versteigert, deren Laufzeit endet, sowie Rundfunkfrequenzen, die durch die Umstellung auf die Digitaltechnik frei werden. Die Erlöse aus der Auktion sollen in den Breitbandausbau fließen. Damit werde die Grundlage für den nächsten Schritt im Mobilfunk, LTE-Advanced, gelegt. Mit diesem Standard seien Übertragungsraten von bis zu 1 GBit/s möglich. In wenigen Jahren könnte dann der als 5G bezeichnete LTE-Nachfolgestandard diese Frequenzen ebenfalls nutzen.

Im weiteren Verlauf des Verfahrens muss die Präsidentenkammer der Bundesnetzagentur die Auktionsdetails bestätigen, zudem muss die Frequenzverordnung geändert werden und dieser Änderung neben dem Kabinett auch der Bundesrat zustimmen. Unter diesen Voraussetzungen könne die Auktion im zweiten Quartal 2015 stattfinden. Für die tatsächliche Nutzung der 700-MHz-Frequenzen durch den Mobilfunk sei dann erforderlich, dass der Rundfunk sein Angebot auf den Standard DVB-T2 umstellt.

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