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Pilotkunde nutzt XGPON über bisherige Glasfaserleitung BT testet 10-Gbit/s-Breitband im Feld

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Der Telekommunikationsanbieter BT bringt seinen Pilotkunden Arcol mit 10 Gbit/s ins Netz. Die Anwender sondieren nun, wie sie die Bandbreite mit Videokonferenzen und Cloud-ERP am besten nutzen.

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Ein Openreach-Techniker prüft überland verlegte Glasfaserleitungen in Falmouth, Cornwall.
Ein Openreach-Techniker prüft überland verlegte Glasfaserleitungen in Falmouth, Cornwall.
(Bild: BT/Johnnie Pakington photography )

British Telecommunications (BT) hat im Feld eine Netzanbindung mit 10 Gbit/s geschaltet und damit den Pilotkunden Arcol in der englischen Graftschaft Cornwall per "hyperschnellem" Breitband angebunden. Als Technikausrüster wählte BTs Infrastruktursparte Openreach dabei ZTE.

Die genutzte XGPON-Technik (zig Gigabit über ein Passive Optical Network) funktioniert über die gleichen Glasfasern, die BT bereits heute für Breitbandanschlüsse verwendet. Im Falle von Arcol werden die 10 Gbit/s gemeinsam mit einem bereits zuvor genutzten 330 Mbit/s-Dienst befördert.

Die als Machbarkeitsstudie gedachte Anbindung verbindet Arcol direkt mit einer BT-Vermittlungsstelle in Truro. Ins Internet werden die Daten dann allerdings langsamer als mit 10 Gbit/s übertragen. Laut BT verhindern physikalische Beschränkungen von Netzwerk- und Rechnerequipment, die zur Verfügung gestellte Bandbreite voll zu nutzen.

Auf Anwenderseite ist man indes noch etwas unschlüssig, was man mit der immensen Übertragungskapazität anstellen soll. Bis vor Kurzem teilten sich die 40 Mitarbeiter von Arcol noch eine Leitung mit 1,5 Mbit/s. Alun Morgan, Technical Director bei Arcol, spricht allerdings schon von einem "Türöffner" für zukünftige Anwendungsfelder. Vorstellbar sei etwa die Nutzung eines komplett Cloud-basierten ERP-Systems oder der verstärkte Einsatz von Videokonferenzen.

BT nutzt für den Pilotversuch Glasfasern, die im Rahmen des "Superfast Cornwall Programme" verlegt wurden. An dem Projekt beteiligten sich neben dem Carrier auch EU und lokale Behörden.

Eine kommerzielle Vermarktung der 10-Gbit/s-Anbindung plant BT derzeit noch nicht. Vielmehr wolle man zeigen, dass man auch in Zukunft wettbewerbsfähig agieren könne.

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