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5G-taugliche Infrastruktur Brocade zeigt Virtual Core for Mobile

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit dem Virtual Core for Mobile (VCM) will Brocade eine 5G-taugliche Infrastruktur für Mobilfunkbetreiber liefern. Die sollen von einer konsequenten Vereinfachung profitieren.

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Brocade verspricht eine vollständig virtualisierte Evolved-Packet-Core-Produktfamilie.
Brocade verspricht eine vollständig virtualisierte Evolved-Packet-Core-Produktfamilie.
(Bild: Brocade)

Brocade sieht traditionelle Mobilnetze an ihrer Belastungsgrenze angelangt. Eine „aufgemotzte, schnellere Luftschnittstelle“ allein werde nicht genügen, um riesige Datenmengen zunehmender Videodienste zu bewältigen oder zahlreiche IoT-Verbindungen abzuwickeln. Stattdessen sollten Netzbetreiber ihre Netze umstrukturieren – am besten mit den jetzt angekündigten Angeboten.

Virtual Core for Mobile

Den Brocade Virtual Core for Mobile (VCM) bewirbt der Anbieter als erste und einzige vollständig virtualisierte Evolved-Packet-Core-Produktfamilie (vEPC), die schon heute Network-Slicing (die Aufteilung eines Netzwerks in mehrere virtuelle Netzwerke) unterstützt – bei unabhängiger Positionierung und Skalierung von Kontroll- und Nutzerebenen. Die für virtuelle Umgebungen entwickelte Lösung sei in wenigen Tagen einsatzbereit und lasse sich flexibel nutzen: Abhängig von den jeweiligen Netzwerk- und Nutzungsanforderungen fungiere dasselbe Softwarepaket als komplettes vEPC oder als eine Kombination aus Mobility Management Entity (MME), Home Subscriber Server (HSS), Serving Gateway (S-GW) und Packet Data Network Gateway (P-GW).

Generell lasse sich das Brocade VCM nutzen, um mittels Slicing für IoT-Traffic-Profile optimierte Netzwerksegmente zu schaffen. Das ermögliche „Mobile-Packet-Core-As-A-Service-Angebote für das Hosting von MVNO-Services“ und unterstütze innovative Services von Mobilnetzbetreibern. Die Lösung verfügt über Standardschnittstellen, ist laut Hersteller mit allen wichtigen Funk- und 3G/LTE-Kernnetzwerkkomponenten einsetzbar und macht 5G-Funktionalität auch für ältere Netzwerke verfügbar.

Mobile Edge Computing erschließt Umsatzquellen

Basierend auf dem Brocade vRouter offeriert der Anbieter Mobile-Edge-Funktionen, die Routing, IPsec-Terminierung und Netzwerk-Firewall-Funktionen in die virtuelle Infrastruktur des Host-Betriebssystems integrieren sollen. Mit dem Ansatz des Mobile Edge Computing könnten Applikationen, Netzwerkservices und Content von der Peripherie des mobilen Netzwerks aus bereitgestellt werden

Mobilfunkgesellschaften (MNOs) könnten so neue Umsatzquellen erschließen, da sie damit die Cloud bis an die Peripherie des mobilen Netzwerks ausweiten können. Zudem ließen sich virtuelle Netzwerkfunktionen so konsistenter und näher am Endkunden bereitstellen und man verfüge über eine Plattform für das Hosting von Fremdapplikationen – hierzu zählt Brocade branchenspezifische Anwendungen im IoT-Bereich. Da sich diese Funktionalitäten mit dem Brocade SDN Controller und dem Brocade Virtual Packet Broker integrieren lassen, profitierten Nutzer von einer echten Komplettlösung.

Network-Visibility-Lösung

Schließlich bietet Brocade eine Network-Visibility-Lösung an, mit der physische und virtuelle Mobilnetzwerke durchgehend beobachtet werden könnten. Die Software-basierte Lösung liefere Echtzeit-Programmierbarkeit von Packet Broker sowie eine dynamische Scale-Out-Architektur, die bis zu 100 Millionen Subscriber pro Packet Core unterstützt.

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