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Pläne, Partner und Systeme für Software-Defined Networking Brocade und NEC kooperieren bei OpenFlow

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Brocade setzt auf Software-Defined Networking und bewirbt zukunftssichere 100-GbE-Router. Zudem wolle man gemeinsam mit NEC Lösungen für OpenFlow-Switching anbieten.

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Brocade bewirbt bereits Router und Switches SDN-fähiger Produktfamilien für 100 GbE.
Brocade bewirbt bereits Router und Switches SDN-fähiger Produktfamilien für 100 GbE.

Mit einer jetzt präsentierten Strategie für Software-Defined Networking (SDN) will Netzwerkexperte Brocade Communications (Brocade) "einen klaren Upgrade-Weg zu SDN" aufzeigen. Bereits jetzt liefert der Hersteller hierfür SDN-fähige Systeme. Künftig will man in Sachen OpenFlow-Switching zudem mit dem Anbieter NEC kooperieren.

Die gemeinsam von Brocade und NEC vermarkteten Lösungen bedienen Anforderungen von Netzwerk-Virtualisierung, Management großer Rechenzentrums-Infrastrukturen, Traffic-Engineering sowie Flow-Management von Wide Area Networks (WAN). Hierfür will Brocade OpenFlow-fähige Produkte beisteuern; NEC liefert den Programmable Flow Controller.

Damit das Equipment auch reibungslos beim Kunden funktioniert, verpflichten sich die beiden Hersteller zu laufenden Zertifizierungen sowie Interoperabilitäts- und Validierungstests. Hierzu sollen auch gemeinsame Labs und regionale Niederlassungen aufgebaut werden. Zudem wolle man Technologien und Implementierungen aufeinander abstimmen, beispielsweise bei OpenFlow-Standards, Tunnel-Technologie und Schnittstellen (APIs).

Zu Brocades SDN-fähigen Produkten zählen: VDX-Familie mit Rechenzentrums-Switches, ADS-Serie mit Switches für die Anwendungsbereitstellung, MLX-Serie mit 100-GbE-Routern sowie Router der NetIron CER-Serie und Switches der NetIron CES-Serie. Mit den aufgezählten Systemen könnten Kunden schon heute eine Netzwerkinfrastruktur aufbauen, die die Grundlage für eine kommende SDN-Architektur bilde. Als Schlüsseltechnologien und -ressourcen für die eigene SDN-Strategie nennt Brocade:

  • Selbstregulierende Ethernet-Fabrics, die sich automatisch bilden („Auto-Forming“); dabei verweist der Anbieter auf seine VCS Fabric-Technologie mit Active-Active-Topologie und intelligenter Virtual-Machine-Erkennung für virtualisierte Anwendungen.
  • Netzwerkvirtualisierung über Overlay-Technologien für flexiblere Netzwerke und On-demand-Infrastrukturen auch in hoch skalierbaren mandantenfähigen Umgebungen.
  • Ein geplantes OpenFlow im Hybrid-Modus; Mit dem sollen Netzwertbetreiber simultan traditionelles Layer-2/3-Forwarding neben OpenFlow betreiben – und OpenFlow in bestehende Netzwerke zu integrieren.
  • Eine erleichterte Einführung neuer Dienste über offene APIs. So biete Brocade OpenFlow gemäß Branchenstandards für das Layer 2/3-Forwarding ebenso an, wie die Brocade OpenScript Engine für das Layer 4/7-Switching, mit der die Bereitstellung von besonders individualisierten Diensten stark beschleunigt werden könne.
  • Plug-in auf Basis des North Bound Standard und RESTful-Interfaces für ein einziges, gemeinsames Cloud-Management- und Orchestrierungs-Interface. Die Plug-In gibt es für Cloud-Management-Frameworks, wie CloudStack, Microsoft System Center, OpenStack und VMware vCenter/vCloud Director.

Ken Cheng, Vice President und General Manager für das Service Provider Business bei Brocade resümiert: "Mit SDN können Netzwerkbetreiber neue Services schneller aufsetzen, haben durch die Softwaresteuerung Zugriff auf leistungsstarke Analyse-Instrumente und können das Potenzial ihrer Rechenzentren und Wide Area Networks besser ausschöpfen".

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