Netzwerkvirtualisierung ohne OEM-Produkte

Brocade und Aruba kooperieren beim Thema Campus-Netz

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Aruba ergänzt Brocades HyperEdge um die MOVE-Architektur.
Aruba ergänzt Brocades HyperEdge um die MOVE-Architektur. (Bild: Aruba)

Gemeinsam gegen Cisco: Brocade und Aruba Networks kündigen eine strategische Partnerschaft an. Ziel ist ein auf offenen Standards basierendes Unified Campus-Netz mit angebundenen Cloud- und SDN-Techniken.

Brocade und Aruba Networks (Aruba) planen eine Virtualisierungslösung für Campus-Netze. Mit ihrem Ansatz wollen die Partner klassische, mehrstufige Netzwerk-Architekturen ablösen und eine End-to-End-Lösung vom LAN/WLAN bis ins Rechenzentrum anbieten. Die soll "Best of Breed"-Komponenten beider Unternehmen beinhalten und preisgünstiger sein als vergleichbare Angebote.

Dabei setzen die Hersteller auf die Architekturen Brocade HyperEdge und Aruba Mobile Virtual Enterprise (MOVE). Neben dieser integrierten Lösung ist offenbar kein Platz mehr für bisher von Brocade angebotene OEM-Produkte. Statt diese weiter anzubieten wolle man Kunden jetzt bei Transformationsprozessen begleiten.

Als Merkmale der Virtualisierungslösung nennt Brocade:

  • Automatisierter IT-Betrieb mit Zero-Touch Netzausbau;
  • Erweiterte Peer-to-Peer-Anwendung, wie beispielsweise Microsoft Lync und Apple AirPlay;
  • Geringere Anschaffungskosten im Vergleich zu "Cisco Lock-In";

Das klingt nicht ganz unbekannt: Reduzierte Anschaffungs- und Betriebskosten, dynamische Skalierbarkeit und vereinfachte Verwaltung hatte Brocade Anwendern bereits 2009 versprochen, im Rahmen einer strategischen Beziehung zu Motorolas Geschäftsbereich Enterprise Mobility Solution.

Brocade und Aruba werben heute allerdings mit offenen Standards und sprechen davon, Techniken für Cloud und Software-Defined Networking (SDN) einzusetzen. Die sollen für einheitlichere und einfachere Lösungen sorgen als bisher. Diesen Aspekt kann man zumindest hinterfragen. Während Brocade und Cisco als Mitglieder von Open Networking Foundation und Open Daylight Project geführt werden fehlt Aruba in beiden Listen.

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