Aktuelle Router-Software soll differenzierte Cloud-Services ermöglichen

Brocade rüstet Router für neue Cloud-Service-Geschäftsmodelle auf

17.10.2011 | Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Der MLXe-32 Core Router aus der NetIron-Serie von Brocade ist mit 32 Ports für 100-Gigabit-Ethernet ausgestattet.
Der MLXe-32 Core Router aus der NetIron-Serie von Brocade ist mit 32 Ports für 100-Gigabit-Ethernet ausgestattet.

Die ab Januar 2012 verfügbare Version 5.3 der Multiservice Ironware Software erweitert Hersteller Brocade zufolge die NetIron-Router des Unternehmens um Funktionen für ausfallsichere, cloudoptimierte Netzwerke. Die aktualisierten Router für Internet und Metronetze sollen Service-Provider in die Lage versetzen, flexibel skalierbare und durchgängige Netzwerkinfrastrukturen zu schaffen, mit denen sich Basisdienste zu hochwertigen Cloud-Services ausbauen lassen.

Bei den NetIron-Routern von Brocade handelt es sich um Terabit-Trunk-Router, die, ausgestattet mit Ironware Software 5.3, Ports für 100/10-Gigabit-Ethernet (GbE), IPv4/IPv6-Fähigkeiten, skalierende Routingtabellen sowie MPLS und Carrier-Ethernet-Funktionen bieten werden.

Ausfallsichere cloudfähige Netzwerke

Die NetIron-Serie erfüllt Brocade zufolge die Anforderungen an ausfallsichere Architektur, Wirespeed-Switching/Routing und hohe Systemkapazitäten für nahtlosen Datentransfer durch alle Netzwerkschichten. Das Multi-Chassis-Trunking der Brocade-Router unterstützt Virtual Private LAN Services (VPLS). VPLS stellt ein Ethernet-Interface zur Verfügung, das den LAN/WAN-Übergang zwischen Service-Provider und Kunden erleichtern soll: Dienste stünden so schneller und flexibler bereit, weil die Dienstbandbreite nicht an die physikalische Schnittstelle gebunden sei. Die Vorteile wären mobilere Virtual Machines, stabilere Netzwerke und vereinfachtes Management.

Skalierbarkeit für Service-Provider

Service-Provider transportieren immer mehr private Inhalte und Dienste über Virtual Local Area Networks (VLANs). Um mehr Raum für weitere Kunden sowie hohe Service Levels sicherzustellen, benötigen sie eine Lösung, die sich individuell dem Kunden-Traffic anpasst. Provider Backbone Bridging (PBB), als Teil des Updates, soll Kunden- und Service-Provider-Netzwerk klar voneinander abgrenzen. Dienstanbietern würde die PPB-Technologie höhere Skalierbarkeit und durchgängige Belieferung von über 16 Millionen Kunden in Metronetzen erlauben. Darüber hinaus könnte per PBB die Anzahl der MAC-Adressen und der Dienste im Netzwerk erhöht werden.

Der Label Switch Path (LSP) soll es Service-Providern erlauben, die Bandbreite dynamisch und automatisch dem Datenverkehr anzupassen und das Management aufwendiger Cloud-Applikationen zu vereinfachen. Das standardisierte Link Layer Discovery Protocol (LLDP) unterstützt die nahtlose Interaktion zwischen Geräten verschiedener Hersteller und senkt Betriebskosten durch konsolidierte Management-Tools und Automatisierung der Diagnostik und anderer Funktionen.

Cloud-Services über Metronetze

Der Ethernet-Access-Switch Brocade 6910 ist nach Angaben des Herstellers für die Bereitstellung von Cloud-Services in Metronetzen geeignet. Die Lösung nach Metro-Ethernet-Forum-Standard soll die Reichweite der Wirespeed-Ethernet-Services ohne Abstriche bei der Performance erhöhen. So könnten Dienstanbieter ihre cloudbasierten Netzwerkdienste bis über die „letzte Meile“ zum Kunden liefern. Der kompakte Switch sei Brocade zufolge selbst bei hohen Temperaturen zuverlässig und könne in Bereichen wie Metro Access, mobile Backhaul für 4G/LTE-Mobilfunknetze, öffentliche Sicherheitsnetzwerke und für Devices von Geschäftskunden, die von Service-Providern verwaltet werden, eingesetzt werden.

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