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Consumerization of IT

Bring your own Device in Theorie und Praxis

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Praxisbeispiel

Auch Citrix kann zu den Vorreitern in Sachen BYOD gezählt werden. Seit rund drei Jahren dürfen Beschäftigte des Software-Anbieters PCs, Tablets oder Smartphones in BYOD-Manier beruflich einsetzen. Offenbar mit Erfolg, denn wie das Unternehmen angibt, konnten die IT-Kosten dadurch weltweit um 20 Prozent gesenkt werden. Dem Hersteller zufolge ließen sich die größten Einsparungen erzielen, weil weniger Desktop-Support geleistet werden musste und die Zahl an Fehlbedienungen durch Anwender zurückging. Letztendlich ist die Kostenreduktion also der Tatsache geschuldet, dass die Citrix-Mitarbeiter ihre Geräte im Rahmen des BYOD-Programms weitgehend eigenständig pflegen.

Für Martin Kelly, Vice President of Information Technology, der bei Citrix für das BYOD-Programm verantwortlich ist, sei die Einführung des Programms für Citrix „ein logischer Schritt“ gewesen. „Schließlich bieten wir mit unseren Technologien die Grundlagen dafür“, so Kelly.

Geben und Nehmen

IP-Insider hat nachgefragt und sich von Kelly erklären lassen, wie das bei Citrix konkret umgesetzt wurde: Zunächst habe man sich auf einen Zuschuss in Höhe von 2.100 US-Dollar pro Device geeinigt. Versteuert und abgerechnet wurde dieser über die reguläre Gehaltsabrechnung. Obwohl Citrix-Mitarbeiter durchaus Mini-Tablets und Smartphones in der Arbeit verwenden dürfen, blieben diese beiden Geräteklassen außen vor. Auch Desktops waren nicht abgedeckt. Erlaubt sind im BYOD-Programm vielmehr alle Windows-7- oder Mac-Laptops.

Ausgestattet mit einem hauseigenen Standard-Antiviren-Programm mussten die Mitarbeiter formal zustimmen, dass sie mit den IT-Security-Policies des Unternehmens konform sind.

Da Vertrauen bekanntlich gut, Kontrolle aber noch besser ist, und das eigene Produktportfolio auch noch entsprechende Lösungen umfasst, setzt Citrix auf IT-Monitoring, mit dem Sicherheitsverstöße aufgespürt werden. Außerdem müssen die Mitarbeiter einen Support-Vertrag für drei Jahre abschließen.

Fazit: Erst der Anfang

Der Arbeitgeber wird bei Citrix bei den IT-Support-Kosten entlastet und kann darauf vertrauen, dass trotz Gerätewildwuchs ein vernünftiges Maß an Sicherheit herrscht. Wobei: Bei diesem erfolgreichen Praxisbeispiel werden heiklere Geräte wie Smartphones, die vor allem für Consumer und weniger für Firmenkunden ausgelegt sind, ausgeklammert.

Und praxiserprobte Lösungen wie der „Portable Zero Client“ benötigen naturgemäß einen USB-Anschluss am Endgerät, den auch nicht jedes Smartphone aufweisen kann. Was Standard-Laptops angeht, ist BYOD eben weniger herausfordernd, als bei Smartphones, die vor allem für Consumer gebaut wurden

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