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700-MHz-Frequenzen ermöglichen schnelles Internet auf dem Land Bitkom: Weitere Anstrengungen beim Breitbandausbau erforderlich

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Der Digitalverband Bitkom hofft, dass bei der angekündigten Versteigerung von Funkfrequenzen durch die Bundesnetzagentur das 700-MHz-Band vollständig für den Mobilfunk zur Verfügung stehen wird. So könne die Internetgeschwindigkeit im Mobilfunk in den kommenden Jahren schrittweise erhöht werden.

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LTE-Advanced mit Übertragungsraten von bis zu 1 GBit/s ist der nächste Schritt im Mobilfunk. Hierfür fordert der Bitkom die Nutzung des 700-MHz-Bandes.
LTE-Advanced mit Übertragungsraten von bis zu 1 GBit/s ist der nächste Schritt im Mobilfunk. Hierfür fordert der Bitkom die Nutzung des 700-MHz-Bandes.
(Bild: Gunnar Assmy – Fotolia.com)

Der Digitalverband Bitkom hat anlässlich eines Treffen der „Netzallianz Digitales Deutschland“ mit EU-Kommissar Günther Oettinger am 14. Januar weitere Anstrengungen beim Breitbandausbau angekündigt. „Wir brauchen dazu u.a. die 700-MHz-Frequenzen, um die Internetgeschwindigkeit im Mobilfunk in den kommenden Jahren schrittweise erhöhen zu können“, sagte Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf im Vorfeld des Treffens in Berlin. Das gelte insbesondere für den ländlichen Raum, wo die Abdeckung mit schnellen Internetzugängen im Festnetz deutlich schlechter sei als in den Städten.

Bei der für das erste Halbjahr 2015 angekündigten Versteigerung von Funkfrequenzen durch die Bundesnetzagentur sollte, so die Forderung des Bitkom, das 700-MHz-Band daher vollständig für den Mobilfunk zur Verfügung stehen. Mit der Vergabe der Frequenzen werde die Grundlage für den nächsten Schritt im Mobilfunk LTE-Advanced gelegt. Mit diesem Standard seien Übertragungsraten von bis zu 1 GBit/s möglich. In wenigen Jahren würde dann der als 5G bezeichnete LTE-Nachfolgestandard diese Frequenzen ebenfalls nutzen können.

Aus Sicht des Bitkom wird der Mobilfunk einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines deutschen Glasfasernetzes leisten. „Die hohen Bandbreiten im Mobilfunk erfordern in den meisten Fällen die Anbindung der Funkzellen mit Glasfaser. Zusammen mit Vectoring-Technologien in den DSL-Netzen sowie der Aufrüstung der Kabelnetze bringen wir jetzt Superbreitband in die Fläche“, betonte Kempf. Parallel sollten neue Verlegetechniken für Glasfaser wie das sogenannte Microtrenching stärker eingesetzt werden, um auch mehr Menschen mit Glasfaseranschlüssen bis in die Haushalte versorgen zu können. Voraussetzung sei, dass die Bauämter dafür die notwendigen Genehmigungen erteilen.

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