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Beech IT veröffentlicht Zukunftsreport Bis 2030: Computer mit „heute unvorstellbarer Leistungsfähigkeit“

Autor / Redakteur: Ulrike Ostler / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Noch vor dem Ende dieses Jahrzehnts werden „Computer mit heute noch unvorstellbarer Leistungsfähigkeit" auf den Markt kommen, prognostizieren Experten in einer von der niederländischen Firma Beech IT in Auftrag gegebenen Zukunftsanalyse.

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Das Softwarehaus Beech IT aus Venlo hat etwa für die Blumen- und Pflanzenauktion von Veiling Rhein-Maas deren Website mit dem Auktionssystem verknüpft und ein Präsentationsmodul mit Auktionsuhr und aktuellen Verkehrs- und Wetterinformationen gebaut. Jetzt veröffentlicht es eine Zukunftsstudie.
Das Softwarehaus Beech IT aus Venlo hat etwa für die Blumen- und Pflanzenauktion von Veiling Rhein-Maas deren Website mit dem Auktionssystem verknüpft und ein Präsentationsmodul mit Auktionsuhr und aktuellen Verkehrs- und Wetterinformationen gebaut. Jetzt veröffentlicht es eine Zukunftsstudie.
(Bild: Beech IT/Veiling Rhein-Maas)

Der Report „IT-Trends der 2020er Jahre“ basiert auf einer Umfrage unter 100 Fachleuten. 82 Prozent sind demnach fest vom Erscheinen neuer Supercomputer noch vor 2030 überzeugt. Die Grundlage hierfür werden Mikrochips mit Strukturen kleiner als ein Nanometer sein, heißt es in dem Bericht.

Zum Vergleich: Die derzeit leistungsfähigste Chipgeneration arbeitet mit 5-Nanometer-Strukturen. Studienleiter Edward Lenssen, CEO von Beech IT, kommentiert. „In dieser Dekade gelingt der Durchbruch bei atomaren Chipstrukturen.“

Mehr als 80 Prozent der Experten erwarten bis 2030 ein „Instant Internet“, also die sofortige Verfügbarkeit, quasi auf Knopfdruck. Die technische Basis für Übertragungsgeschwindigkeiten jenseits der 10 Gigabit pro Sekunde soll '5G Plus' bilden. Lenssen vermutet: „Worte wie 'Download' und 'Ladezeiten' wird man künftig nicht mehr kennen, weil alles sofort da ist." Zum Vergleich: Die derzeitige 5G-Mobilfunkgeneration bringt es auf bis zu 3 Gigabit pro Sekunde Übertragungsrate.

Dabei wird dem Expertenbericht zufolge künftig der Großteil der Internet-Anschlüsse gar nicht auf Computer, Tablets oder Smartphones entfallen, sondern auf Alltagsgegenstände wie Haushaltsgeräte oder Kleidungsstücke und Maschinen. Das "Internet der Dinge" soll 2030 mehr als 80 Prozent des Datenverkehrs ausmachen, heißt es im Beech-Report.

Im gleichen Zeitraum geht mehr als die Hälfte der Fachleute von exponentiell steigenden Datenmengen aus. Auslöser der Datenberge sollen Sensoren sein, die laut Report "überall um uns herum alles messen, hören, sehen, riechen, schmecken und fühlen".

Lenssen interpretiert: „Wir werden in dieser Dekade den Siegeszug der Sensoren erleben.“ Er fügt hinzu: „Die Herausforderung besteht darin, diese gewaltigen Fortschritte bei der Hardware und die schier unglaublichen Datenmengen mittels passender Software zu beherrschen.“

Die Software wird zum Flaschenhals

Laut Umfrage gehen 98 Prozent der Experten zudem davon aus, dass Software in den 2020ern weiter an Bedeutung gewinnen wird.

  • 85 Prozent erwarten, dass Big Data, also die intelligente Auswertung der Datenberge, künftig entscheidend zum Erfolg von Unternehmen beitragen wird.
  • Über drei Viertel (77 Prozent) sehen die verstärkte Nutzung von Künstlicher Intelligenz zur Datenanalyse voraus.
  • 55 Prozent erwarten bis 2030 „komplexere Software mit mehr Intelligenz“.
  • 76 Prozent stufen eine „maximale Flexibilität bei der Software-Entwicklung“ als erfolgskritisch ein.

Lenssen resümiert: „Die Hardware wird in dieser Dekade derart gewaltige Fortschritte machen, dass es der Software-Entwicklung schwerfallen wird, hinterher zu kommen. Software wird sich in den 2020ern als der Flaschenhals der Digitalisierung herausstellen. Unternehmen sind also gut beraten, sich heute schon die Entwicklerkapazitäten zu sichern, die sie für ihre Wettbewerbsfähigkeit bis 2030 und darüber hinaus benötigen.“

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