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Sichere optische Übertragung in LAN und Datacenter Biegeoptimierte Multimode-Fasern senken Dämpfungsrisiken

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Dätwyler setzt für die Faserkategorien OM2, OM3 und OM4 auf biegeunempfindliche G50/125µm-Multimode-Fasern. Sie sollen das Risiko von Dämpfungen, die durch Nutzungsfehler und mechanischen Stress entstehen können, reduzieren.

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Dätwyler bietet Multimode-Fasern nur noch in biegeoptimierter Ausführung an.
Dätwyler bietet Multimode-Fasern nur noch in biegeoptimierter Ausführung an.

Bei Standard-Multimode-Kabeln, bei denen die Dämpfungsbudgets mit steigenden Datenraten knapp bemessen sind, können Nutzungsfehler oder mechanischer Stress die Dämpfung einer Glasfaserstrecke schnell so weit erhöhen, dass reduzierte Übertragungsraten oder sogar Ausfälle die Folgen sind. Auslöser seien häufig kleinere installationsbedingte, zunächst unauffällige Zusatzdämpfungen, die durch Mikro- und Makrobeding entstehen.

Der für einen Link maximal zulässige Dämpfungswert werde dann überschritten, wenn auf der Strecke zusätzliche Dämpfungen entstehen. Beispiele dafür seien Verschmutzungen und Abnutzungserscheinungen der optischen Steckverbindungen oder auch Patches, bei denen der Biegeradius des LWL-Patchkabels unterschritten werde.

Der Einsatz biegeunempfindlicher G50/125µm-Multimode-Fasern soll diese Risiken erheblich reduzieren. Selbst bei mehreren vollständigen 360-Grad-Windungen der Fasern soll die zusätzlich auftretende Dämpfung vergleichsweise gering bleiben. Dätwyler zufolge zeigen aktuelle Untersuchungen, dass Steckverbindungen zwischen biegeunempfindlichen und herkömmlichen Multimode-Fasern vollständig kompatibel seien und dass die neue Fasergeneration keinen Einfluss auf die Einfügedämpfung von Lichtwellenleiter-Verbindungen (LWL) oder auf die Bandbreite der Übertragungsstrecken habe.

Dätwyler zufolge erfolgt die Umstellung auf auf biegeunempfindliche G50/125µm-Multimode-Fasern für Kunden preisneutral.

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