Vista-Deployment – automatisierte Verfahren IV

Betriebssystem-Images erfolgreich vorbereiten mit Sysprep

19.09.2007 | Autor / Redakteur: Frank Castro Lieberwirth / Andreas Donner

Praktische Anwendung: Sysprep bei einer Vista-Installation

Mit Hilfe einer CD/DVD oder eines USB-Sticks kann das Windows PE gebootet werden. Um an dieser Stelle ein Windows Vista zu installieren, kann entweder manuell oder automatisiert vorgegangen werden. Das manuelle Installieren kann über „ImageX /apply“ durchgeführt werden. Da aber eine automatisierte Installation sinnvoll ist, müssen die Daten aus einer unattend.xml in das Image eingepflegt werden. Hierfür stellt Microsoft das Kommandozeilen-Programm pkgmgr.exe zur Verfügung, wo die unattend.xml-Datei als Parameter eingegeben wird.

Ein anderer Weg ist es, einen Klon über Sysprep zu erstellen. Sysprep erstellt einen Klon im Online-Modus und zeichnet dabei alle Aktivitäten auf. Sysprep ist aber auch ein Bestandteil einer normalen Vista-Installation, was Abbildung 3 noch einmal verdeutlicht.

Folgende Schritte sind für ein Imaging notwendig:

  • 1. Start der Produkt-DVD (mit oder ohne Antwortdatei auf einem USB-Stick).
  • 2. Windows startet, und windowsPE und OfflineServices laufen.
  • 3. Das Windows Image wird von der DVD auf die Festplatte kopiert, das System startet neu und Windows Setup geht in die Spezialisierungsphase.
  • 4. Nachdem das Setup beendet ist, startet das oobe-System.
  • 5. Vista ist fertig installiert.
  • 6. Nachdem Vista installiert ist, wird sysprep gestartet (siehe Abbildung 4). Die Besonderheit: Es wird ein Überwachungsmodus (sysprep /audit) eingestellt, der alle zusätzlichen Installationen mitschneidet.
  • 7. Nach Eingabe von Sysprep wird der Computer neu gestartet.
  • 8. Mit sysprep /oobe /generalize werden systemspezifische Eigenschaften wie SIDs (unique security IDs) und Windows Aktivierung entfernt. Das bereinigte Referenzsystem ist fertig zur Abbilderstellung. Jetzt sollte der Computer „nur“ heruntergefahren werden, d.h. der Parameter /reboot sollte zur Sicherheit vermieden werden, damit nicht aus Versehen das gleiche Vista ein zweites Mal gestartet wird.
  • 9. Der Computer wird unter Windows PE, Windows XP (Dualboot), Windows Vista (Dualboot) gebootet. In der Regel wird dies allerdings ein Windows PE auf einem USB-Stick oder einer CD sein.
  • 10. Mit dem Tool ImageX kann ein neues Image erzeugt werden.

Fazit

Sysprep ist ein wichtiges Werkzeug zum Bereinigen und Vorbereiten von Windows Images. Es entfernt alle systemspezifischen Informationen, wie Hostname, SIDs und die Windows-Aktivierung vom Referenzcomputer, dem zukünftigen Referenz-Image. Sysprep kann allerdings kein Image erzeugen. Dies kann nur über ein zweites Betriebssystem oder ein Windows PE erfolgen. Sysprep ist immer dann ein unverzichtbares Werkzeug, wenn angepasste Installationen verwendet werden.

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