Breitere Partnerauswahl

Bei Unify muss jeder zweite Mitarbeiter gehen

| Autor / Redakteur: Sarah Maier / Sarah Gandorfer

Zwar hat Unify einen stärkeren Fokus auf den Channel verkündet, doch gleichzeitig entlässt der Hersteller die Hälfte seiner Mitarbeiter.
Zwar hat Unify einen stärkeren Fokus auf den Channel verkündet, doch gleichzeitig entlässt der Hersteller die Hälfte seiner Mitarbeiter. (Bild: IT-BUSINESS)

Unify, ehemals Siemens Enterprise Communications, will sich den Marktanforderungen „anpassen“ und baut deshalb 50 Prozent der Arbeitsplätze ab. Gleichzeitig verspricht der Hersteller, einen verbesserten Partneransatz.

Mit dem Ziel sich besser am sich wandelnden Unified-Communications-Markt zu positionieren, organisiert Unify seine Unternehmensstruktur neu. Nach eigenen Angaben möchte man dem Bedarf der Kunden nach einem stärkeren Software-orientierten Portfolio nachzukommen. Zudem sollen Reseller durch einen verbesserten Partner-Ansatz gefördert werden.

Gleichzeitig sieht der Restrukturierungsplan des Herstellers auch eine eine globale Verschlankung des Unternehmens vor, um „den Fokus auf Innovation von Software-Entwicklung, Integration und Managed Services“ zu legen. Von den weltweit rund 7.700 Stellen sollen 3.800 abgebaut werden. Rund die Hälfte aller Mitarbeiter in Zentraleuropa sind davon betroffen. Ob diese Stellenreduktion durch Entlassungen oder Aufhebungsverträge geschieht, ist noch unbekannt.

In Deutschland wird der geplante Abbau die Konsolidierung mehrerer Standorte umfassen, die vor allem zentrale Funktionen sowie Forschung und Entwicklung unterstützen.

Starker Wettbewerb

Das Unternehmen hatte bereits zuvor erste Maßnahmen unternommen, um Abläufe und Prozesse zu modernisieren. Dazu zählt die Erweiterung des Produkt-Portfolio von Openscape. Doch die rasche Marktveränderung scheint den Hersteller eingeholt zu haben. So wird vor allem der Preisdruck bemängelt. Außerdem habe das Unternehmen das zunehmende Interesse an Cloud-basierten Lösungen sowie die steigende Zahl von Software-orientierten Wettbewerbern erkannt. Entsprechend will sich Unify nun beschleunigt von einem traditionellen Hardware-Unternehmen zu einem Anbieter von Software für Communications und Collaboration wandeln.

„Der Markt verändert sich heute schnell und die Ansprüche, die die nächsten Generationen von Anwendern bei unseren Kunden anmelden, verändern sich ebenfalls rasant”, sagt Dean Douglas, CEO von Unify. „Unify muss sich wandeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben, deshalb unternehmen wir diese notwendigen und sehr schwierigen Schritte, um Unify zu positionieren. Das beinhaltet einen stärkeren Fokus auf die Bereitstellung von Technologie mit einem besserem Zugang zu unseren Produkten und Services über eine breitere Auswahl an Partnern.“ □

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