Netzwerk-Virtualisierung und Software-Defined Networking Automatisierung und Management von Multi-Vendor-Netzwerken

Redakteur: Wilfried Platten

Cisco erweitert mit OpFlex seine Application Centric Infrastructure (ACI). Das offene Protokoll ermöglicht die automatische Konfiguration von Hypervisoren, Switches und Netzwerk-Services.

Unterstützt das OpFlex-Protokoll: die ASR 9000 Serie
Unterstützt das OpFlex-Protokoll: die ASR 9000 Serie
(Bild: Cisco)

Die Application Centric Infrastructure ist die Antwort von Cisco auf die stark wachsende Nachfrage nach virtualisierten Netzwerken und Software-Defined Networking. Für die Verwaltung der Netzwerk-Layer vier bis sieben hat Cisco jetzt das offene, standardbasierte Protokoll OpFlex vorgestellt. Es wurde gemeinsam von Cisco, Citrix, IBM, Microsoft und Sungard Availability Services entwickelt.

Automatische Konfiguration

Mit OpFlex öffnet Cisco nun seine Application Policy Infrastructure Controller (APIC) für verschiedene Infrastruktur-Provider. Dies vereinfacht Kunden die Automatisierung und das Management von Multi-Vendor-Netzwerken. Per OpFlex sollen sich Hypervisoren, Switches und Netzwerk-Services über Application Policies selbst konfigurieren.

Zu den Partnern, die OpFlex nutzen, gehören Hypervisor- und Software-Anbieter wie Canonical, Citrix, Microsoft und Red Hat. Sie unterstützen OpFlex-basierte virtuelle Switches und integrieren das ACI Policy Framework von Cisco in ihre virtuellen Umgebungen. Anbieter von Netzwerkservices wie Avi Networks, Citrix, Embrane und F5 Networks werden OpFlex mit ihren Appliances ausliefern.

Es werde Licht

Zusätzlich arbeitet Cisco mit OpenDaylight zusammen, um ein vollständig offenes, ACI-kompatibles Richtlinienmodell inklusive OpFlex Referenzarchitektur zu entwickeln. Die Mitglieder von OpenDaylight sind für 60 Prozent der weltweiten Kapitalausgaben für Rechenzentren verantwortlich. Zu den Partnern im Policy-Projekt gehören unter anderem IBM, Midokura und Plexxi.

Cisco plant gemeinsam mit den Partnern die Standardisierung von OpFlex durch die Internet Engineering Task Force (IETF) und bietet Open Source-Implementierungen, unter anderem mit dem weit verbreiteten OpenStack.

Switch on

Das OpFlex-Protokoll wird von folgenden Cisco-Produkten unterstützt:

  • Cisco Application Centric Infrastructure
  • Nexus 9000 Series
  • Nexus 1000V
  • ASR 9000 Series
  • Nexus 7000 Series
  • ASA
  • SourceFire

Mit APIC und OpFlex sollen Anwendungen schnell und hochskalierbar auf verschiedenen physikalischen und virtuellen Infrastrukturen installiert und verwaltet werden können. Die Policy Federation soll eine vollständige Implementierung von Richtlinien in einer Rechenzentrumsumgebung gewährleisten.

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