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Juniper Networks und Telecom Italia Projekt gewinnt Telecoms Business Award Auszeichnung für Dual-Stack-Lite-Ansatz bei der IPv6-Migration

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Juniper Networks und Telecom Italia haben den Global Telecoms Business IP Transformation Award für ihr Gemeinschaftsprojekt zur Migration von IPv4 nach IPv6 erhalten. Das Projekt wurde entwickelt, um IPv4 und IPv6 nahtlos in einer einzigen Architektur zu managen. Der Award wurde kürzlich auf der Global-Telecoms-Business-Innovation-Awards-Zeremonie in London verliehen.

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Der diesjährige Telecoms Business Award in der Kategorie „IP Transformation Innovation“ geht an Juniper Networks und Telecom Italia.
Der diesjährige Telecoms Business Award in der Kategorie „IP Transformation Innovation“ geht an Juniper Networks und Telecom Italia.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Preisrichter sehen mit der Einführung des Dual-Stack-Lite-Ansatzes (DS-Lite) durch Telecom Italia und Juniper Networks den Umfang und die Möglichkeiten des Internets erweitert. Das Projekt sorge für Vorteile in Leistung und Sicherheit sowie in Bezug auf die Features. Da bereits Milliarden von IPv4-Knotenpunkten bestünden, sei das gleichzeitige Upgrade aller Systeme auf IPv6 nicht möglich. Der Übergang von IPv4 und die Koexistenz mit IPv6 müsse in einem schrittweisen Prozess und in enger Abstimmung erfolgen. Die einzelnen Knotenpunkte müssten unabhängig und ohne Unterbrechung zu anderen Knotenpunkten aktualisiert werden.

Koexistenz der Adressen

Telecom Italia hat das Auslaufen von IPv4-Adressen geplant und die Entwicklung von IPv6 unterstützt sowie bei der Definition einer problemlosen Koexistenz der Adressen und der Entwicklung von Migrationswegen mitgewirkt. Kürzlich hat Telecom Italia mehrere Versuchsläufe durchgeführt, um unterschiedliche Lösungen speziell für seine Geschäfts- und Privatkunden zu testen. Ziel war es, die Vorteile des neuen Protokolls auszunutzen, ohne Service-Unterbrechungen in Kauf zu nehmen. Der gemeinsame Award von Telecom Italia und Juniper Networks habe verdeutlicht, dass Service-Provider mit einer umfassenden Lösung das Problem der versiegenden Anzahl von IPv4-Adressen bewältigen und gleichzeitig eine IPv6-Migrationsstrategie durchführen könnten.

Hardware mit IPv6-Lookups und -Forwarding

Juniper Networks hat IPv6-Lookups und IPv6-Forwarding in seine Hardware implementiert. Dazu gehören die T Series Core Router, M Series Multiservice Edge Router und MX Series 3D Universal Edge Router. Juniper Networks setzte alle Router bei der Unterstützung von IPv6-Adressen während einer Testphase auf seiner Internetseite ein. Die vom Juniper-Networks-Betriebssystem Junos gesteuerten T Series, M Series und MX Series unterstützen alle Hauptaspekte des Übergangs von IPv4 zu IPv6 und die Koexistenzansätze, wie etwa DS Lite und NAT44/NAT 44(4).

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