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Jetzt die Weichen richtig stellen Auf was es bei Unified Communications ankommt

| Autor / Redakteur: Marc-Aurel Reif / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Die Sprachkommunikation wandelt sich von einem eigenständigen System hin zur einer komplett in die IT integrierten Unified-Communications-Lösung. Entscheidend dabei ist, schon bei heutigen Investitionen zukünftige Anforderungen zu bedenken. Dies setzt jedoch eine Betrachtung der zu erwartenden Änderungen in der Kommunikationsstruktur voraus.

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Nur, wer seinen Status quo in Sachen Kommunikation kennt und weit in die Zukunft denkt, erreicht mit UC das, was er will
Nur, wer seinen Status quo in Sachen Kommunikation kennt und weit in die Zukunft denkt, erreicht mit UC das, was er will
( Archiv: Vogel Business Media )

Bis vor wenigen Jahren war die Telekommunikation von der IT und den zugehörigen IP Netzwerken noch weitgehend entkoppelt. Aktuelle Systeme nutzen meist die vorhandene IP Infrastruktur zur Übertragung der Sprachdaten (Voice over IP – VoIP), der Kommunikationsserver selbst ist jedoch ein eigenständiges System.

Schon dieser Wechsel stellt die vorhandenen IP Netzwerke in Unternehmen vor neue Herausforderungen, insbesondere bezüglich der Übertragungsqualität und Verfügbarkeit. Sprache ist sehr empfindlich gegenüber Verzögerungen in der Übertragung und von den Telefoniesystemen wird nach wie vor eine ständige Verfügbarkeit erwartet.

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Die aktuellen Entwicklungen in der Kommunikation folgen mehr und mehr Trends, die aus dem privaten Bereich heraus vorangetrieben werden. Anwendungen, welche im privaten Bereich inzwischen zum Standard gehören, werden auch im Arbeitsumfeld erwartet. Zudem verändert sich das Kommunikationsverhalten. Bereits heute erfolgt weit mehr als die Hälfte der Unternehmenskommunikation über E-Mail. Auch die Trennung von Arbeitszeit und Freizeit wird zunehmend fließender. Mitarbeiter erwarten, dass alle erforderlichen Informationen unabhängig von Zeit und Ort verfügbar sind.

Nur durch die komplette Integration der Kommunikation in die IT-Umgebungen sind diese und künftige Anforderungen zu meistern. Dies ist der Ansatz von Unified Communications – nur eine Plattform für alle Kommunikationswege eines Unternehmens (siehe Abbildung1).

Neue Möglichkeiten in der Unternehmenskommunikation

Unified Communications bietet Unternehmen viele neue Möglichkeiten. Diese reichen von einer einheitlichen Rufnummer, unabhängig vom aktuell genutzten Endgerät, über einen schnellern Kundenzugang durch intelligente Integration von Kommunikationsmöglichkeiten in Anwendungen bis hin zur Einbindung von Web-2.0-Anwendungen, beispielsweise Wikis, Weblogs, Chats und soziale Netzwerke.

Die Integration der Sprachkommunikation in die IT-Umgebungen stellt Unternehmen jedoch vor neue technische Herausforderungen. Die Anforderungen an die Sprachqualität bei der Telefonie sind, insbesondere in Mitteleuropa, sehr hoch. ISDN Qualität ist in der Unternehmenskommunikation Standard und wird auch weiterhin erwartet. Reduzierte Sprachqualitäten, wie diese beispielsweise von der Mobiltelefonie bekannt sind, werden nicht akzeptiert. Ebenso wird erwartet, dass die Telefonie immer verfügbar ist.

Um diesen Anforderungen nachzukommen, sind eine hohe Übertragungsqualität zwischen den Gesprächsteilnehmern und eine hohe Verfügbarkeit erforderlich. Die Qualität wird durch vier Parameter bestimmt: Verzögerungszeiten, Fehlerraten, Echos und Versatz (Jitter). Die IT- und Netzwerk-Infrastruktur muss diese neuen Herausforderungen zukünftig berücksichtigen.

weiter mit: Unified Communications und seine Herausforderungen

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