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Live-Ortung per DECT-Datenverbindung Asset-Tracking wird Teil der Kommunikations­infrastruktur

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Trotz moderner VoIP-Infrastrukturen profitieren Unternehmen nur minimal vom Potenzial der Integration zwischen Telekommunikation, IT und OT, sagt Hersteller Snom. Mit seiner Beacon-Technologie möchte der IP-Telefonie-Spezialist nun neue Maßstäbe im Asset-Tracking setzen.

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Die Snom-M9B-Beacon-Gateways sind Empfänger, die die per Bluetooth Geräte oder Tags registrieren und deren Standort melden können.
Die Snom-M9B-Beacon-Gateways sind Empfänger, die die per Bluetooth Geräte oder Tags registrieren und deren Standort melden können.
(Bild: Snom)

Telekommunikationsinfrastruktur müsse sich nicht auf Telefonie und UCC beschränken. Snom habe in seinen Endgeräten kürzlich Funktionalitäten für die Office-Automation integriert und bringe nun mit Beacon-Gateways und Tags, die mit der DECT-Basisstation Snom M900 für den Multizellenbetrieb interagieren, Lösungen für Lokalisierung, Diebstahlschutz und Notrufe auf den Markt.

Die Snom-M9B-Beacon-Gateways seien kompakt designte Empfänger, die die per Bluetooth im Nahfeldbereich (1 bis 15 m) Geräte oder Tags (wie den Snom M9T) registrieren und deren Standort melden können. Die im M9B integrierten vier Antennen ermöglichten dank Beamforming eine Live-Ortung des Tags. Die Informationen würden in Echtzeit und chiffriert an die nächste M900-Basisstation per DECT-Datenverbindung gesendet. Die anschließend verarbeitete Information werde genutzt, um z.B. eine Reaktion (Alarm) auszulösen oder am Display des Snom-Telefons genau aufzuzeigen, wo sich welcher Tag befindet.

Durch den eingesetzten Standard Bluetooth Low Energy (BLE) seien die Snom-M9B-Beacons besonders energieeffizient, so der Hersteller. Die Stromzufuhr über Solarpaneele für den mobilen Beacon-Einsatz wäre demnach eine durchaus praktikable Option, ein Netzteil sei im Lieferumfang enthalten. Die Abstrahlleistung sei so gering, dass die Beacons bereits vorhandene Infrastrukturen wie WLAN, DECT oder Mobilfunk nicht beeinflussen würden. Selbst medizinische Geräte blieben ungestört.

Vielfältige Einsatzszenarien

Snom zufolge seien die Beacon-Systeme überall dort nützlich, wo Live-Asset-Tracking oder Echtzeitlokalisations- bzw. Alarmsysteme eingesetzt würden. Krankenhäuser und Seniorenheime beispielsweise würden ein sicheres und funktionales System zur unmittelbaren Lokalisierung von mobilen Gerätschaften, Klienten oder Pflegepersonal benötigen. Gleiches gelte für bewegliche, oft genutzte Arbeitsgeräte (Gabelstapler, Hubwagen etc.) in der Logistik oder auf Baustellen sowie für leicht zu entwendendes Inventar in Bürogebäuden, Museen, Hotels oder Ladengeschäften.

Die Snom-Beacons seien hierfür eine geeignete Lösung: Durch die Integration der Systeme werde die vorhandene Telekommunikationsinfrastruktur mit Beacon-Gateways und Tags erweitert. Dadurch würden Ressourcen sinnvoll eingesetzt und zusätzliche Komplexität und Kosten vermieden.

Spezialisten begleiten die Projektumsetzung

Snom beschreibt seine Beacon-Technologie als hochprofessionelle und vollständig an den jeweiligen Kundenbedarf angepasste Lösung. Die Implementierung einer Beacon-Infrastruktur erfolge nur in den seltensten Fällen „von der Stange“, da Installationen dieser Art einer sorgfältigen Planung und Prüfung der Gegebenheiten vor Ort bedürfen. Snom-Spezialisten würden deshalb den Organisationen beratend zur Seite stehen und Projekte von der ersten Idee bis zur Fertigstellung begleiten.

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