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IPv6-Unterstützung und selbstständige Störungsbeseitigung Apstra automatisiert Netze mit AOS 3.0

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit einem Update seiner herstellerübergreifenden Overlay-Lösung will Apstra einen weiteren Schritt zum automatisieren und selbstregelnden Rechenzentrum machen. AOS 3.0 unterstürzt Multidomain Unified Group-Based Policy sowie Super Spines für massive Fabrics.

Dank der von AOS unterstützten Super Spines sollen IP Clos Fabrics massiv skalieren.
Dank der von AOS unterstützten Super Spines sollen IP Clos Fabrics massiv skalieren.
(Bild: Apstra)

Das jetzt vorgestellte Apstra Operation System 3.0 (AOS 3.0) liefert weitere Funktionen für eine „Intent-Based Data Center Automation“. Rechenzentrumsbetreiber sollen damit die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit ihrer Anwendungen erhöhen, zugleich aber auch Deployments und Betrieb vereinfachen.

Zu den wesentlichen Funktionen des Releases gehört das Feature Multidomain Unified Group-Based Policy. Nutzer erhalten damit eine einheitliche Sicht auf Systeme und Managementplattformen unterschiedlicher Hersteller. Policys ließen sich einheitlich, automatisiert und durchgehend (Ende zu Ende) durchsetzen. Hierfür stellt AOS ein Nutzerinterface sowie eine API zur Verfügung.

Zudem unterstützt Apstra VMware vSphere mit einer automatischen Mängelbeseitigung (Automated Remediation). Sonden (Probes) prüfen dabei durchgehend, ob die Netzwerkkonfiguration mit der von Apstra verwalteten Topologie übereinstimmt. Bei Abweichungen wie fehlenden VLANs könne AOS automatisch neue virtuelle Netze einrichten. Das stelle etwa sicher, dass virtuelle Maschinen nicht in isolierten Port-Gruppen versauern.

Ebenfalls unterstützt werden „Super Spines“, die die Skalierbarkeit von IP Clos Fabrics verbessern sollen. Mit der zusätzlichen Schicht ließen sich größere Pods mit einer vereinheitlichten Managementschicht einrichten. Die Workloads dieser massiven IP Fabrics könnten dabei per EVPN, VXLAN, ACL und VRF isoliert werden.

Mit Composabale Intent-Based Analytics könnten Betreiber Dashboards für bestimmte Anwendungen oder Topologien zusammenstellen. Somit ließen sich beispielsweise Anomalien als Heatmap darstellen. Die Werte für einzuhaltende SLAs lassen sich dabei jederzeit anpassen.

Als weitere Neuerungen nennt Apstra schließlich „External Routing Policies“ sowie die Unterstützung IPv6-basierter Anwendungen.

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