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AppSense Labs lädt zum kostenlosen Test von StrataApps Anwendungsvirtualisierung für Fachnutzer

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Mit dem kostenlosen Tool StrataApps erlaubt AppSense Endnutzern die Anwendungsvirtualisierung – und bringt IT-Verantwortliche damit an den Rand des Nervenzusammenbruchs.

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Derzeit betrachtet AppSense StrataApps noch als Testballon, der später um Enterprise-Funktionen erweitert werden könnte.
Derzeit betrachtet AppSense StrataApps noch als Testballon, der später um Enterprise-Funktionen erweitert werden könnte.

AppSense Labs, die Forschungs- und Entwicklungsgruppe des Softwareanbieters AppSense, hat StrataApps vorgestellt. Das ist eine Lösung zur Applikationsvirtualisierung, mit der Anwender Programme selbst verwalten können. Dass dies für IT-Abteilungen nicht nur eine Arbeitserleichterung bedeutet, weiß Bernhard Tritsch, Technischer Direktor bei AppSense, aus Gesprächen mit Administratoren. Deren Reaktion auf das Konzept laute nicht selten: "Nur über meinen toten Körper!"

Zurück zur Sachebene. Um StrataApps zu nutzen, muss zunächst einmal eine Laufzeitumgebung installiert werden. Hierfür braucht es Admin-Rechte. Einmal eingerichtet erlaubt StrataApps Anwendern dann aber tatsächlich, nach eigenem Gusto Programme zu installieren. Das funktioniert übrigens auch mit USB-Speichern. Darauf installierte Software lässt sich auf beliebigen Rechnern mit einer Strata-Apps-Runtime starten.

Anwender verwalten individuell genutzte Programme

Vorteil der Lösung: Die Registry der jeweiligen Systeme wird dabei nicht verändert und Anwender verwalten individuell genutzte Software selbst. Mögliche Probleme mit den Programmen einzelner Nutzer lassen sich durch Deaktivieren der Laufzeitumgebung beheben. Die IT-Abteilung wiederum kann sich auf die Pflege von unternehmensweit genutzten Kernanwendungen konzentrieren.

Die Freiheit für Anwender birgt freilich auch Risiken. Installieren Anwender beispielsweise Messaginglösungen, wie Skype, könnten geschäftskritische Daten unbemerkt das Unternehmen verlassen. Ob sich Organisationen für oder gegen den Einsatz von StrataApps entscheiden, sei daher auch eine Frage der Unternehmensphilosophie, erklärt Tritsch. Immerhin biete die Lösung einen gangbaren Mittelweg zwischen kompletter Anwenderbevormundung und zu großzügig verteilten Administratorrechten.

Managementfunktionen für Enterprise-Einsatz vorstellbar

Künftig sei außerdem vorstellbar, StrataApps um weitere Managementfunktionen für den Enterprise-Einsatz zu ergänzen. So könnten Ausführungsrechte granular für einzelne Programme vergeben oder an bestimmte IP-Adressen gebunden werden: Ist der Anwender im Firmennetz unterwegs werden Anwendungen blockiert, surft der Nutzer daheim kann er seine Applikationen nutzen. Ebenfalls Zukunftmusik sind Lizenz- und Datenmanagement.

Derzeit ist StrataApps jedoch noch ein Testballon mit vergleichsweise geringem Funktionsumfang. Obwohl die Software bereits relativ stabil laufe, warnt AppSense vorm Einsatz auf Produktivsystemen. Vielmehr wolle man Administratoren vom Charme der Lösung überzeugen und testen, inwieweit ein Markt für das Produkt bestehe.

Ergänzung zu bisheriger Applikationsvirtualisierung

In Konkurrenz zu Microsoft Application Virtualization (App-V) oder anderen, bestehenden Lösungen zur Applikationsvirtualisierung trete AppSense aber in keinem Fall. Tritsch sagt, man habe den "Long Tail" im Auge und konkretisiert das mit einem Beispiel. Wenn beispielsweise zehn Mitarbeiter eines Unternehmens mit 5.000 Angestellten eigene Anwendungen benötigen, lohne sich ein Paketieren durch die IT-Abteilung nicht. Und genau für diesen Fall soll dann StrataApps genutzt werden.

Das gegen eine Registrierung erhältliche Tool besitzt eine "Call Home"-Funktion. Die übertrage keine persönlichen Daten, sondern informiere AppSense lediglich darüber, welche Anwendungen kompatibel mit StrataApps sind. Erklärtes Ziel ist eine Quote von über 95 Prozent. Zu den bereits erfolgreich getesteten Programmen zählen Firefox, Open Office oder Skype. Eine detaillierte Liste findet sich in den Release Notes (PDF).

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