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Plum-Studie sucht Wege, um Nachfrage anzukurbeln Anreize und Spektren für 5G mmWave

Autor / Redakteur: M.A. Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Wie lässt sich die Nachfrage für 5G im Millimeterband ankurbeln? Das soll eine von Nokia und Qualcomm beauftrage Studie von Plum Consulting klären. Die jetzt als Report vorgestellten Ergebnisse thematisieren neben regulatorischen Ansätzen auch zurückhaltende Mobilfunkanbieter.

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Der Bericht „Stimulating demand for 26 GHz in Europe“ ist Ergebnis einer von Nokia und Qualcomm beauftragten Untersuchung.
Der Bericht „Stimulating demand for 26 GHz in Europe“ ist Ergebnis einer von Nokia und Qualcomm beauftragten Untersuchung.
(Bild: ©ibreakstock - stock.adobe.com)

Durchweg überzeugt von den Vorzügen der mmWave-Technik sind die Mobilfunkanbieter offenbar noch nicht. So lässt sich zumindest eine Aussage der jetzt vorgestellten Reports „Stimulating demand for 26 GHz in Europe“ deuten. Unter Summary ist dort auf Seite vier von einer immer noch vorherrschenden Zurückhaltung zu lesen. Grund hierfür seien Besonderheiten beim Deployment, beispielsweise durch Funkzellen mit begrenzter Reichweite.

Die Autoren lassen es dabei jedoch nicht bewenden und argumentieren wie folgt: Technische Verbesserungen und ein besseres Verständnis spezifischer Einsatzszenarien könnten die Bedenken aus dem Weg schaffen. Im Sinn haben die Analysten dabei Anwendungen mit hohen Durchsätzen bei Up- und Downlink. Hierzu zählen einerseits enhanced Mobile Broadband (eMBB) inklusive Fixed Wireless Access (FWA) – also die drahtlose Überbrückung der letzten Meile. Des weiteren genannt werden Unternehmensanwendungen, was auch die Fertigung einschließe. Die beschränkten Reichweiten ließen sich dabei übrigens auch als Vorzug betrachten, wenn Interferenzen mit benachbarten Netzen vermieden werden sollen – so der Bericht.

Folgt man den Verfassern des Papiers, fehlt es nicht an Anwendungsszenarien für 5G im Millimeterband. Um diese zu fördern brauche es allerdings mehr Planungssicherheit bezüglich verfügbarer Frequenzen. Hier seien die Regulierungsbehörden in der Pflicht und sollten Spektren freigeben, um den Markt zu stimulieren.

Zudem schlagen die Autoren Anreize vor, um 5G-Anwendungen im 26-GHz-Band voranzubringen. Dazu könnten auch steuerliche Vergünstigungen für Betreiber öffentlicher oder privater Netze zählen.

Warum man 26 GHz überhaupt fördern sollte? Die von den Herstellern Nokia und Qualcomm beauftragte Studie nennt hier wirtschaftliche Aspekte und verweist auf Zahlen des Branchenverbandes GSM Association (GSMA). Denen zufolge könnten mmWave-Anwendungen zwischen 2020 bis 2034 mit 565 Milliarden US-Dollar zum globalen Bruttoinlandsprodukt beitragen.

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