Trends bei Unified Communication & Collaboration (UCC)

ALU: Unternehmen treiben den UCC-Einsatz voran

| Autor / Redakteur: Alexandra Biebel / Andreas Donner

Die UCC-Lösung Opentouch soll dank ihrer Unified-Client-Oberfläche dem Anwender auf allen Endgeräten dasselbe Nutzererlebnis bieten.
Die UCC-Lösung Opentouch soll dank ihrer Unified-Client-Oberfläche dem Anwender auf allen Endgeräten dasselbe Nutzererlebnis bieten. (Bild: Alcatel-Lucent Enterprise)

Alexandra Biebel von Alcatel-Lucent Enterprise erläutert, warum bei Unified Communication & Collaboration (UCC) der Geschäftsentscheider wieder das Sagen hat. Anbieter werden ihre Angebote besser an die Geschäftsprozesse anpassen müssen, um die individuellen Anforderungen ihrer Kunden zu erfüllen.

Vier aktuelle Trends beeinflussen die künftige Ausrichtung von UCC.

1. Der Unified Client wird zum wichtigsten Akteur von UCC

Wir reden viel über UCC, aber was die Unternehmen vor allem brauchen, um es sinnvoll einzusetzen, ist ein echter Unified Client.

Was heißt das? Es geht darum, die Nutzererfahrung durch eine einheitliche Oberfläche für alle Dienste und alle Endgeräte zu verbessern. Die meisten Hersteller bieten das bereits in der einen oder anderen Form, aber die Nutzererfahrung und das Service-Level variieren häufig noch von einem Endgerät oder Netzwerk zum anderen.

Alcatel-Lucent Enterprise hat mit Opentouch eine UCC-Lösung, die mit einer Unified-Client-Oberfläche dem Anwender auf allen Endgeräten dasselbe Nutzererlebnis bietet. Opentouch wurde kürzlich von der TMC als Communications-Solutions-Produkt des Jahres 2014 ausgezeichnet.

2015 wird sich der Trend fortsetzen, die Nutzererfahrung durch zusätzliche Services und Endgeräte weiter zu verbessern, um mit dem Unified Client eine durchgängige Oberfläche zu bieten. Nur so wird die Industrie ihr Versprechen einer unternehmensweiten Vereinheitlichung der Kommunikation einlösen können.

2. Die Cloud muss überarbeitet werden – ein Modell passt eben nicht für alle

Viele Unternehmen sind dabei, ihre Geschäftsmodelle so anzupassen, dass sie die Cloud-Technologien und die verbrauchsabhängigen Abrechnungssysteme in größerem Umfang einsetzen können. Sie verlagern damit die IT- und Kommunikationsausgaben von den einmaligen Vorabinvestitionen zu Modellen, die Investitionen über die laufenden Kosten finanzieren. Das gilt auch für den Einsatz von UCC.

Zwischen den Cloud-Anbietern gibt es große Konkurrenz. Sie müssen deshalb lernen, sich von Mitbewerbern über Lösungen zu unterscheiden, die für bestimmte Geschäftsmodelle optimiert wurden. Was heißt das? Schauen wir uns zwei Beispiele an:

Alcatel-Lucent Enterprise bietet cloudbasierende UCC-Lösungen für die Hotellerie an, bei denen die Preise unmittelbar von der in dieser Branche so wichtigen „Auslastungsrate“ abhängen. Indem wir das Preismodell direkt mit einer wichtigen Kennziffer der Branche verknüpfen, schaffen wir ein neues Modell, das die zyklischen und saisonalen Schwankungen in dieser Branche berücksichtigt. Der Kunde erhält einen höheren Mehrwert, weil die Lösung seine tatsächlichen praktischen Anforderungen widerspiegelt.

Und hier das zweite Beispiel, bei dem das Cloud-Modell in Abhängigkeit vom Anwenderprofil optimiert wird: Im Gesundheitswesen brauchen Ärzte, Pflegepersonal und Patienten je nach ihren Anforderungen und nach den Rollen, die die IT-Abteilung für sie definiert hat, unterschiedlichen Zugriff auf die Kommunikation. Das Unternehmen wird aber für diese verschiedenen Nutzerprofile nicht dieselbe Summe zahlen wollen.

Ein Modell passt eben nicht für alle – manchmal passt es für keinen. Deshalb müssen Anbieter von UCC-Cloud-Diensten künftig Preismodelle anbieten, die sich unmittelbar an den tatsächlichen Anforderungen der Kunden orientieren.

3. Das Verschwinden der Grenze zwischen UCC-Lösungen für Verbraucher und Unternehmen

Der Siegeszug der Social Media und der innovativen Kommunikationsanwendungen für Verbraucher ist eine treibende Kraft für die Einführung dieser Technologien in der Geschäftswelt – Skype für die Unternehmenstelefonie, YouTube für Videokanäle, Xing für das Networking. Dieser Trend wird sich unweigerlich fortsetzen.

Das Unternehmen wird zunehmend zum Schlachtfeld, auf dem sich die neuen sozialen Medien und die Collaboration-Tools bewähren müssen. Eine Folge davon ist, dass die Anbieter von Geschäftskundenlösungen immer schneller die Innovationen der privaten Anwendungen übernehmen, sodass die Grenze zwischen beiden Bereichen zunehmend verschwimmt.

So stellt zum Beispiel Opentouch Team Share Funktionen bereit, die mit der Dropbox vergleichbar sind, aber abgesichert für den Einsatz im Unternehmen. Und die Opentouch Personal Cloud bietet eine sichere, benutzerfreundliche Kollaborationslösung, die nach Verbrauch abgerechnet wird und von jedem Endgerät und Standort genutzt werden kann.

Natürlich eignen sich nicht alle Verbraucherinnovationen für den geschäftlichen Einsatz, aber viele Plattformen, die selbstverständliche Bestandteile des modernen Lebens geworden sind, werden auch ihren Weg in das Geschäftsleben finden. 2015 besteht die Herausforderung für die Anbieter von UCC-Unternehmenslösungen darin, diese Anwendungen kontrolliert und abgesichert in das geschäftliche Umfeld zu übernehmen.

4. Das UCC-Ökosystem wird erwachsen

Diese drei UCC-Trends – der erweiterte Unified Client, neue Vertriebsmodelle, das Verschwinden der Grenze zwischen Verbraucher- und Unternehmenslösungen – werden 2015 einen vierten Trend vorantreiben: die Entwicklung von UCC-Ökosystemen in den Unternehmen.

Alexandra Biebel ist Leiterin Marketing & Communications bei Alcatel-Lucent Enterprise in Deutschland.
Alexandra Biebel ist Leiterin Marketing & Communications bei Alcatel-Lucent Enterprise in Deutschland. (Bild: Alcatel-Lucent Enterprise)

Eine bestimmte UCC-Lösung von einem bestimmten Anbieter kann für manche Unternehmen geeignet sein, aber ich glaube, dass das nur für wenige Unternehmen gilt. Interoperabilität ist für alle Unternehmen eine Notwendigkeit, die einen „Best-of-breed“-Ansatz verfolgen oder eine für ihre spezifischen Anforderungen maßgeschneiderte Lösung einsetzen. Die mangelnde Interoperabilität einiger Angebote stellt ein großes Hindernis dar für Unternehmen, die ihre bestehenden Lösungen weiternutzen oder zusätzliche Anwendungen oder Funktionen einsetzen wollen, die nicht mit der Lösung eines einzigen Anbieters verfügbar sind.

Unternehmen wollen von den neuen kollaborativen Technologien profitieren, und sie wenden sich an Anbieter, die ihnen ein UCC-Ökosystem bieten, mit dem sie den größtmöglichen Nutzen und ROI aus UCC ziehen. 2015 werden immer mehr Anbieter diesen Trend zur Interoperabilität unterstützen.

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