ALE-Technologie in den Schweizer Bergen

All-IP-Netz für den Gotthard-Basistunnel

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

457 LAN-Switches vom Typ OmniSwitch 6855 kommen im Daten- und VoIP-Festnetz im Gotthard-Basistunnel zum Einsatz.
457 LAN-Switches vom Typ OmniSwitch 6855 kommen im Daten- und VoIP-Festnetz im Gotthard-Basistunnel zum Einsatz. (Bild: Alcatel-Lucent Enterprise)

457 spezielle Alcatel-Lucent-Switches vom Typ OmniSwitch 6855, die mit 69 Routern und mit Switches von Drittanbietern integriert sind, verbinden die Betriebs- und Sicherheitssysteme im 57 Kilometer langen Gotthard-Basistunnel in den Schweizer Alpen.

Technologie von Alcatel-Lucent Enterprise (ALE) hatte bereits in der Bauphase des Schweizer Megaprojekts die Logistik, die Sicherheitsüberwachung und das Personalmanagement im Netzwerk unterstützt. Das Datennetzwerk ermögliche nun die Überwachung und Steuerung der zahlreichen Sensoren, Sicherheitseinrichtungen, Managementsysteme und Stromversorgungen, die für den Betrieb des Tunnels erforderlich seien.

Der Aufbau eines zuverlässigen Datennetzwerks durch einen der längsten und tiefsten Bahntunnel der Welt erfordere Netzwerktechnologie, die mit minimalem Wartungsaufwand in entfernten und nicht klimatisierten Bereichen des Tunnels bei bis zu 40 °C Umgebungstemperatur und bis zu 70 Prozent Luftfeuchtigkeit betrieben werden könne.

Der verstärkte LAN-Switch OmniSwitch 6855 ist laut Hersteller ALE für den Einsatz in Industrieumgebungen entwickelt worden. 457 dieser Access-Switches bildeten nun die Grundlage eines großen Datennetzwerks, das die Tunnellampen, Stromversorgungen, Türen, Entwässerungs- und Belüftungssysteme sowie die Videoüberwachung mit den beiden Leitstellen am Nord- und Südportal des Tunnels verbindet.

Das von dem ALE-Partner Alpiq InTec implementierte Netzwerk werde von zwei OmniVista-Netzwerkmanagement-Systemen gesteuert. Sie sollen die Datenübersicht und die erweiterten Analytics liefern, die notwendig seien, um die Verfügbarkeit der Ressourcen und den zuverlässige Verkehrsfluss jederzeit sicherzustellen.

Die Daten, die von den Sensoren, Monitoren und Überwachungskameras in dem komplexen, 152 Kilometer langen System von Tunneln, Zugangsstollen und Schächten erfasst würden, würden zu den Tunnelleitstellen übertragen. Die 16,7-Hz-Strom- und ZKE-Systeme, die den Fahrstrom und die Radtemperatur überwachen, seien über das Kontrollzentrum in Bern direkt mit dem Netzwerk der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) verbunden.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43824946 / Router und Switches)