Unternehmensnetze brauchen mehr als OpenFlow

Alcatel-Lucent präsentiert SDN-Strategie

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Beim Pilotkunden CandIT Media hat Alcatel-Lucent die eigene SDN-Strategie schon umgesetzt.
Beim Pilotkunden CandIT Media hat Alcatel-Lucent die eigene SDN-Strategie schon umgesetzt. (Bild: Alcatel-Lucent)

Für den Unternehmenseinsatz taugt ein rein OpenFlow-basiertes SDN wenig, sagt Alcatel-Lucent und schlägt stattdessen ein Application Fluent Network mit höherem Automatisierungsgrad vor.

Mit einer jetzt vorgestellten Strategie für softwaredefinierte Netze (SDN) verspricht Alcatel-Lucent Unternehmen hochautomatisierte und unkomplizierte Lösungen, die mit vorhandenen Netzen skalierbar und kompatibel sind. Dabei will der Hersteller sein Konzept eines Application Fluent Network auf das gesamte Unternehmensnetz ausdehnen und somit für ein besseres Nutzererlebnis sorgen.

Alcatel-Lucent grenzt sich dabei von einem komplett zentralisierten Netz mit voneinander getrennter Control Plane und Data Plane ab: "Aus unserer Sicht lässt ein komplett zentralisiertes ''control model'' wie von OpenFlow vorgeschlagen die notwendige Skalierbarkeit und Verlässlichkeit/Belastbarkeit vermissen." Unternehmen benötigten stattdessen einfachere Lösungen mit höherem Automatisierungsgrad.

Einzelne OpenFlow-Elemente will der Hersteller zwar künftig implementieren, Hauptziel bleibe aber eine RESTful API – also eine offene Schnittstelle, mit der die Produkte Alcatel-Lucents auch von Lösungen Dritter angesprochen werden können. Über die API ließen sich so OpenStack-Funktionen oder CLI-Kommandos nutzen.

Das Applicatication Fluent Network setzt auf der OmniSwitch-Plattform auf. Für die erste Jahreshälfte 2013 kündigt Alcatel-Lucent im Detail folgende Erweiterungen an:

  • Bessere Programmierbarkeit durch ein Set von RESTful-Schnittstellen, über die Anwendungen, externe Controller und Orchestrierungsplattformen – wie OpenStack und CloudStack – mit dem OmniSwitch kommunizieren können, um die Bereitstellung von Anwendungen zu orchestrieren und zu optimieren.
  • Umfangreichere Erkennung der Anwendungen über ein Profiling der Anwendung plus einer Performance-Analyse der Connectivity virtueller Maschinen, um auf veränderte Netzbedingungen für Anwendungen in Echtzeit reagieren zu können.
  • Erweiterte globale Transparenz durch neue Plug-and-Play-Funktionen, mit denen sich jedes Gerät im Netz identifizieren und automatisch in Betrieb nehmen lasse – dies verbessere die Entscheidungsfindung auf Ebene der Netzwerkknoten.

Die Erweiterungen werden für OmniSwitch 6900 und OmniSwitch 10K im Rahmen eines AOS Updates verfügbar werden.

Zudem trage der OmniVista 2500 Virtual Machine Manager nun das Zertifikat "VMware Ready". Die Lösung hilft dabei, automatisch auf Änderungen in virtuellen Umgebungen zu reagieren.

SDN-Pilotkunde

Schließlich verweist Alcatel-Lucent auf den Pilotanwender CandIT Media. Das Netz des belgischen Experten für digitale Medienproduktionen habe mit dem OmniSwitch 6900 ein digitales, inhaltbasiertes Netz aufgebaut, das große Verkehrsspitzen abdecke.

Der Ansatz von CandIT Media geht laut Alcatel-Lucent über das eigentliche Netzwerk hinaus: So seien neben Netzwerkpfaden auch serverseitige Ressourcen optimiert worden. Dafür hätte es überdies keine kostenintensiven Spezialkomponenten gebraucht.

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