Geringe durchschnittliche Bandbreite aber hohe IPv6-Adaption

Akamai präsentiert State of the Internet

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Bei der durchschnittlich verfügbaren Bandbreite liegt Deutschland hinter Schweiz und Österreich.
Bei der durchschnittlich verfügbaren Bandbreite liegt Deutschland hinter Schweiz und Österreich. (Bild: Akamai State of the Internet Report)

Im internationalen Vergleich müssen sich deutsche Internetnutzer weiterhin mit vergleichsweise geringen Bandbreiten begnügen – so jetzt von Akamai veröffentlichte Zahlen für das dritte Quartal 2014. Bei der IPv6-Adaption landet die BRD derweil auf Platz zwei.

Durchschnittlich 8,7 Mbit/s Bandbreite standen deutschen Internetnutzern im dritten Quartal 2014 zur Verfügung – stellt der jetzt veröffentlichte "State-of-the-Internet"-Quartalsbericht von Akamai fest. Im globalen Vergleich rutschte Deutschland damit um drei Plätze auf Rang 31. Für die DACH-Region bedeutet das gar den dritten und letzten Platz hinter Österreich und einer sehr starken Schweiz. Mit einem Mittel von 14,5 Mbit/s führen die Eidgenossen das Feld in EMEA an und erreichen weltweit den vierten Platz.

Zahl der IPv4-Adressen gestiegen

Am Wochenende steigt die IPv6-Adoption regelmäßig an.
Am Wochenende steigt die IPv6-Adoption regelmäßig an. (Bild: Akamai State of the Internet Report)

Punkten kann Deutschland derweil bei der IPv6-Adaption. Die erreichten 12,6 Prozent liegen zwar deutlich hinter Spitzenreiter Belgien (30,5 Prozent), genügen jedoch für einen zweiten Platz. Am Wochenende liegt die prozentuale IP-Adoption übrigens regelmäßig einige Prozent höher als in der restlichen Woche. Das nährt die Vermutung, dass das Protokoll im privaten Umfeld stärker genutzt wird als im geschäftlichen Alltag.

Insgesamt ist die Zahl der IPv4-Adressen wieder gestiegen: Nachdem sich im zweiten Quartal 2014 erstmals weniger eindeutige IPv4-Adressen mit der Akamai Intelligent Platform verbunden hatten, sei die Zahl nun wieder auf über 790 Millionen gestiegen – ein Plus von zwei Millionen.

DDoS-Angriffe aus China

Der jetzt von Akamai publizierte State of the Internet Report macht zudem Angaben zur historischen Bedrohungslage im Internet. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sei die Zahl der DDoS-Angriffe im dritten Quartal 2014 zwar um vier Prozent gesunken. Gleichzeitig habe sich die Angriffsbandbreite jedoch mehr als vervierfacht. Der meiste zwielichtige Traffic richtete sich dabei an die Ports HTTP (WWW, 15 Prozent), 445 (Microsoft-DS, 14 Prozent) und 23 (Telnet, 10 Prozent).

Als häufigste Quelle beim Attack Traffic nennt Akamai China: 49 Prozent der Angriffe stammten aus dem Reich der Mitte. Mit 17 Prozent folgen die USA auf Rang zwei.

Interaktive Diagramme im Web

Der "State-of-the-Internet"-Quartalsbericht von Akamai basiert auf Daten, die das Unternehmen über seine weltweit verteilte Internetplattform sammelt. Der Bericht enthält Daten über Attack Traffic, Breitbandverbindungen, mobile Verbindungen und andere Themen, die für das Internet und seine Nutzung relevant sind. Des Weiteren finden sich darin Aussagen zu Trends, die sich aus den Daten ableiten lassen.

Details zum State of the Internet gibt es auf einer eigens eingerichteten Webseite. Dort können Webnutzer auch Daten in interaktiven Diagrammen begutachten oder gegen Registrierung auf den aktuellen Bericht zugreifen.

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