Wie intelligente Analysen beim Optimieren von IT-Operations helfen können

Agile Analytik und kognitive Technologien

| Autor / Redakteur: Ulrich Zeh / Andreas Donner

Je mehr man über die eigene Infrastruktur weiß, desto besser kann die Analytik arbeiten und desto früher lassen sich Probleme erkennen.
Je mehr man über die eigene Infrastruktur weiß, desto besser kann die Analytik arbeiten und desto früher lassen sich Probleme erkennen. (Bild: © Fiedels - stock.adobe)

In modernen Infrastrukturen können Anwender im Optimalfall alltägliche Aufgaben schnell, komfortabel und nach persönlicher Präferenz selbst erledigen. Je vielschichtiger eine IT-Infrastruktur aber aus unterschiedlichsten Netzwerkkomponenten, Devices, Anwendungen & Co. aufgebaut ist, desto heterogener und komplexer ist die IT-Landschaft, die IT-Teams im Blick zu behalten müssen.

Der Ruf nach agiler Analytik wird daher immer lauter. Sie soll Technologieteams dabei unterstützen, sich immer mehr von einem reaktiven Selbstverständnis zu lösen und auch mit bisher unbekannten Problemlagen souverän umgehen zu können. Das Ziel im Hintergrund lautet dabei immer: Proaktives Handeln mithilfe prädiktiver Analytik immer näher an wahrscheinliche Problemherde zu rücken und den IT-Support so noch effektiver zu machen.

Kurz: Mit relevanten Indikatoren zu aussagekräftigen Forecasts zu gelangen, um nahende Schwierigkeiten möglichst schon vor ihrem „Ausbruch“ zu identifizieren, Fehlalarme aber idealerweise zu vermeiden.

Das bislang Unbekannte darstellbar machen

Automatische Alerts für den Ernstfall können Admins in Echtzeit informieren, sodass diese umgehend einschreiten und IT-Ausfälle oder Leistungsprobleme frühzeitig abwenden können. Im besten Fall sogar, bevor der IT-Fall auf die Arbeitsqualität an den digitalen Arbeitsplätzen durchschlägt. Findet auch die Problemlösung automatisiert satt, oder werden als geführte „Self-Help“-Option, die Anwender anhand intelligenter Lösungswege zum Abwenden größerer IT-Störungen befähigt, ist in puncto Digital Experience Management schon sehr viel gewonnen.

Doch wie lassen sich entsprechende Indikatoren etablieren, die einerseits relevant genug sind, um eine stabile Basis agiler Analyse zu bauen, andererseits aber detailliert genug, um auch bislang unbekannte Problemlagen darstellbar zu machen? Hier können kognitive Technologien ins Spiel kommen, die Zusammenhänge erkennen, Assoziationen bilden und Risiken bewerten. Jede Datenbewegung und jede einzelne Verbindungsinformation helfen den Systemen dabei, noch klüger zu werden und kausale Zusammenhänge aufgrund immer präziserer Wahrscheinlichkeiten zu identifizieren.

Problem-Herde „löschen“, bevor der Ärger auf die Anwender durchschlägt

Grundlage dafür ist eine konsistente und qualitativ hochwertige Datenbasis, die sich möglichst aus Echtzeit- und historischen Informationen speisen sollte. Denn kognitive Systeme lernen aus der Vergangenheit für ihre prädiktiven Eigenschaften – egal, ob diese Vergangenheit nun Sekunden zurückliegt oder Jahre. Binäre Codes werden durchsucht, Muster erkannt, Folgebewegungen von Daten zugeordnet und so kausale Abläufe gebildet. Und das immer aufs Neue, sobald zusätzliche Informationen auftreten, was inzwischen permanent und immer schneller passiert.

Aufgrund des Geschehenen werden Prozesse, Folgehandlungen, verbundene Problemlagen, etc. in die Zukunft fortgeschrieben und mit jeder Datenbewegung wieder angepasst und abgeglichen. Vergleichsszenarien werden gespeichert sowie benachbarte Systeme, Fraktale und dergleichen erkannt. So werden die Systeme immer klüger. Und können sowohl Anwender am Client als auch den IT-Support dabei unterstützen, immer näher an mögliche IT-Brandherde heranzurücken und sie mit kleinstmöglichem Aufwand zu „löschen“. Das schafft einerseits ein verbessertes IT-Erlebnis für Anwender an ihren Clients. Und anderseits mehr Luft für den IT-Support, der so Kapazitäten für andere wichtige Aufgaben gewinnt, statt die IT-Infrastruktur manuell nach möglichen Schwachstellen zu durchsuchen, die bei den Mitarbeitern bereits für Frust und Ausfallzeiten sorgen.

Das einzig logische Vorgehen hierbei ist übrigens, die End-User-Perspektive einzunehmen: Denn auch und gerade in virtualisierten sowie in Cloud- oder hybriden Umgebungen ist es der Client, auf den sich sowohl End-Anwender wie auch IT-Support verlassen müssen, um valide Informationen über den Zustand der IT-Infrastruktur zu erhalten.

Ulrich Zeh.
Ulrich Zeh. (Bild: www.augenblick-fotografie.com / Nexthink)

Fazit

Das Einbeziehen kognitiver Systeme in die IT-Strategie, beziehungswiese in die Optimierung der IT Operations kann großes Potenzial bergen. Geschwindigkeit und Vollständigkeit in der Analyse sowie Selbstlern-Fähigkeiten in Echtzeit machen intelligente, datenbasierte Lösungen zum wertvollen Sparringspartner von Anwendern und IT-Support im Kampf gegen IT-Frust. Nicht umsonst betont zum Beispiel Forrester: „Technologien sind zu stark und zu schnell gewachsen, um sie manuell effektiv überwachen oder betreiben zu können.“

Über den Autor

Ulrich Zeh ist Area Vice President Central Europe bei Nexthink.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45423246 / Netzwerk-Monitoring)