Im IP-Insider-Test: Client-Management-Plattform ACMP 5.0 von Aagon

ACMP die Fünfte: Client Management im Fokus

| Autor / Redakteur: Christoph Riether / Andreas Donner

Solide Funktionen

Die ACMP-Konsole ermöglicht dem Administrator zunächst einmal den Blick auf mögliche Updates für die Software selbst und begrüßt anschließend den Neuling mit einem Software-Assistenten, der den Anwender durch die ersten Arbeitsschritte begleitet und die Verteilung von ACMP-Agents anregt. Bereits zu diesem Zeitpunkt untersucht die Software das Netzwerk nach möglichen Windows-Client-Rechnern, indem ein Scanner das Active Directory nach entsprechenden AD-Objekten durchsucht und die Netzwerkumgebung ausliest. Die Ferninstallation der Agents für Windows-Clients ist kein Problem. Glücklicherweise unterstützt die Software die Eingabe von beliebigen Credentials – besonders praktisch, wenn es sich um Systeme handelt, die nicht im AD organisiert sind.

Nach relativ kurzer Zeit stehen die ersten Inventarisierungsdaten zur Verfügung. Alle klassischen Abfragen und Gruppierungen nach IP- oder MAC-Adresse, Betriebssystemversionen oder Hostnamen liefert ACMP 5, aber auch speziellere Daten wie beispielsweise die Windows-Updates, Hardware-Detaildaten wie Seriennummern oder Treiberversionen. Wer als Administrator auf der Suche nach einem fehlerhaften Treiber ist, wird mit der Software seine Freude haben. Die bereits mitgelieferten Templates, vorbereite Reports und Abfragen, decken so ziemlich alles ab, was im Tagesgeschäft von Nöten ist.

In der Lizenzverwaltung von ACMP geht es noch spezieller zu. Diese liest automatisch die Lizenzdaten aus den gesammelten Software-Informationen aus und zeigt diese als aktuellen Lizenzverbrauch an. Auf der anderen Seite hat der IT-Verantwortliche die Möglichkeit, angeschaffte Lizenzen in ACMP einzugeben und die Software identifiziert dann eine Über- oder Unterlizenzierung.

Das Lizenz-Management, die Inventarisierung, der User-Help-Desk mit CTI-Integration und die Softwareverteilung sind allesamt Solutions, die auch schon in den früheren Versionen von ACMP enthalten waren. Entsprechend gab es keinerlei besonderen Auffälligkeiten im Test. Die Verwendung von Windows 10 als Client-Agent verlief problemlos und auch die Software-Verteilung eines MSI-Pakets mit Notepad++ klappte auf Anhieb, ohne einen Blick in die Online-Dokumentation zu werfen.

Nun fest in ACMP – das OS-Deployment

In den früheren Versionen griff Aagon für die Betriebssystem-Ferninstallation stets auf ein zweites Produkt aus dem eigenen Hause zurück: ACK. In der vorliegenden Version von ACMP ist das „OS-Deployment“ als Solution jetzt ein fester Bestandteil. Betriebssystem-Rollouts mit unterschiedlichen Treiberpaketen im Windows-Umfeld realisieren IT-Verantwortliche damit nun direkt, ohne Rückgriff auf ACK. Derzeit unterstützt das OS-Deployment alle Windows-Versionen ab 7/2008 und erwartungsgemäß auch die Technical Preview von Windows 10.

Um Systeme per DHCP/PXE-Anfrage aufzusetzen, entwickelte Aagon einen neuen Network Boot Agent und einen DHCP-Proxy/TFTP-Dienst. Da sich der Network Boot Agent in verschiedenen Netzwerkbereichen installieren lässt, können Administratoren nun auch entfernte Niederlassungen direkt mit Boot-Images versorgen. Das OS Deployment lässt sich aber auch weiterhin per USB/DVD-Datenträger manuell durchführen. Neben der typischen Verteilung mittels „unattended Installation“ unterstützt OS-Deployment zusätzlich die Image-basierte Installation. Image-basierte Installationen sind in gewissen Konstellationen im Massen-Rollout etwas zügiger. Ein OS-Image muss der Administrator, wie bei allen anderen Programmen auch, mit Sysprep und Windows PE von einem bereits installierten Client-Computer erzeugen.

Windows Key Management inklusive

In das neue ACMP OS-Deployment hat Aagon gleich ein komplettes Windows Key Management integriert. Somit hat der IT-Profi immer im Blick, auf welche Rechner er welche Keys ausgerollt hat. Zur Verteilung von Betriebssystemen gehört eine gut organisierbare Treiberverwaltung. Nur so ist es möglich, dass die ausgerollten Computer von Anfang an ordentlich arbeiten. Dank eines Treiber-Scanners muss sich der Administrator nicht sehr viel Gedanken um die eigentliche Zusammenstellung machen.

Typischerweise verteilt die IT in einem Unternehmen viele Geräte aus identischen Baureihen. Der Scanner analysiert, gestartet über eine Netzwerkfreigabe von einem ACMP-Server, die lokal installierten Hardware-Treiber. Auch ohne, dass der ACMP-Agent selbst installiert ist, liest die Scanner-Software alle Driver aus und der Administrator entscheidet per Mausklick, welche Gerätetreiber der Scanner extrahiert und in das Aagon-eigene Transferformat überführt. Auch dies funktionierte im Test ohne Probleme.

Der Software-Wizard, der den Administrator bei der Zusammenstellung von Boot Image, Betriebssystem, Software-Paketen und Treibern unterstützt, erlaubt in seinen Einstellungen auch Zusatzfunktionen, wie beispielsweise das Unterdrücken von „STRG+ALT+ENTF“ während der Installation. Somit können voreilige Benutzer ihren in der Installation befindlichen PC nicht aus dem Takt bringen.

Insgesamt fasst der für die Verteilung verantwortliche Mitarbeiter die Aufträge in so genannten „Job Collections“ zusammen, die neben dem OS-Deployment eine beliebige Anzahl von Client Commands enthalten können. Client Commands sind ACMP-Skripte, mit eigenem Editor, mit denen Administratoren Konfigurationsänderungen, Anpassungen, Software-Verteilungen oder auch Deinstallationsaufgaben ansteuern. Die Verteilung der Betriebssysteme auf verschiedene Standorte funktioniert bei ACMP über so genannte File Repositories. Diese Repositories sind jedoch nicht notwendigerweise Serversysteme, was wiederum Infrastrukturkosten spart.

Fazit

ACMP 5 ist optisch und funktionell auf dem Stand der Zeit und unterstreicht auch bei dieser Betrachtung seine Position als „einfach zu installierende und schnell einsetzbare Client-Management Software“. Alle derzeitigen Erfordernisse des Mittelstands – vom OS-Deployment, über Lizenz-Verwaltung bis hin zum Mobile Management von Apple iPhone & Co – hat das Software-Haus aus Soest als separate Solution-Module im Portfolio. Insgesamt fällt die Arbeit mit ACMP leicht: Software-Wizards und Dialogfenster erlauben eine in sich logische Bedienung.

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