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Session Delivery Networking Acme Packet und die „Datenverkehrsordnung“ für IP-Pakete

| Redakteur: Stefan Riedl

Bei Acme Packet beschäftigt man sich mit „Session Delivery Networking“ – ein Netzwerkthema, das es in sich hat, denn letzten Endes geht es auch um Vorfahrtsregeln für IP-Pakete. Dino Di Palma, COO des Unternehmens, stand IP-Insider Rede und Antwort.

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Freie Fahrt für freie IP-Pakete!
Freie Fahrt für freie IP-Pakete!
(© typomaniac - Fotolia.com)

IP-Insider: Beim Netzwerk-Unternehmen Acme Packet erinnert der Name an das Akronym ACME, das für „A Company that Manufactures Everything“ steht und in vielen Filmen, beispielsweise in der Roadrunner-Reihe, als Symbol für einen Firmennamen verwendet wird. Wie kam es zu dieser Namensgebung?

Di Palma: Unser Firmenname hat viel mit Wortspiel, aber auch mit dem IP-Geschäft zu tun. Im Internet ist alles möglich, nahezu alles ist online. Aber es gibt auch unendlich viel Müll und Beliebigkeit. Nur allerhöchstens zehn Prozent dessen, was im Netz kursiert, ist wertvoll – wie auch immer Sie das definieren. Um diese Spitze (acme) dessen, was an Paketen (packet) durchs Netz gejagt wird, kümmern wir uns – und machen es sichtbar, schnell und sicher.

IP-Insider: Acme Packet stellt „Session Delivery Network Solutions“ her. Würden Sie bitte skizzieren, für welche Einsatzszenarien die Lösungen gedacht sind?

Di Palma: Session Delivery Networking ermöglicht die „Anlieferung" interaktiver Kommunikation – also Daten-, Sprach-, Video-, und Multimediadienste – über IP Netzwerk-Grenzen hinweg. Verwendet werden entsprechende Lösungen für die Anbindung unterschiedlicher Netzwerke, zum Beispiel zwischen einem Unternehmen und seinen TK-Netzprovidern, seinen externen Dienstleistern, den Niederlassungen oder den Außendienst- und Homeoffice-Mitarbeitern.

IP-Insider: Acme-Packet-Produkte werden mitunter gegen so genannte „trojanische Smartphones“ eingesetzt. Von welchem Problem und welchem Lösungsansatz ist hier die Rede?

Di Palma: Mit dem Siegeszug des Internetprotokolls hält neben der Daten- jetzt auch die Sprach-Übertragung auf IP-Basis in den Unternehmen Einzug. Und zwar zunehmend auch auf Smartphones. Letzteres bietet Angreifern die Möglichkeit, die Unternehmens-IT über schwach geschützte IP-Sprachkanäle anzugreifen. Das ist wie wenn Fahrer und Wagen am Geländetor erkannt werden, nicht aber der Magnet mit dem Sender, der beim letzten Rasttätten-Aufenthalt angebracht wurde. Unsere Session Border Controller (SBC) sehen sich an der Grenze zwischen LAN und WAN jedes Datenpaket genau an und übergeben lediglich Verkehr nach drinnen, der absolut sauber ist. Quasi wie eine Firewall, nur mit dem Unterschied, daß SBCs neben den Sicherheits- gleich auch Priorisierungs- oder Service-Einstellungen überprüfen. Was ist vertrauenswürdig, was ist noch standard-konform? Das heisst, die Smartphones werden während ihrer gesamten Lebenszeit, insbesondere wärend ihrer Kommunikation gescannt, ob sie sich im Rahmen der gesetzten Parameter bewegen. Und zwar in Echtzeit.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr über Gefahren durch Smartphone-Apps.

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