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Demo in Wien schickt elf Gbit/s über 30 Meter Kupfer A1 und Nokia planen mit XG-FAST

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Gemeinsam haben der österreichische Netzbetreiber A1 und Nokia in Wien das Potential von XG-FAST präsentiert. Unter Laborbedingungen wurden dabei mehr als elf Gbit/s über 30 Meter Kupferkabel geschickt.

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Trotz erfolgreicher Tests wird A1 Kunden wohl nicht vor 2020 mit XG-FAST versorgen.
Trotz erfolgreicher Tests wird A1 Kunden wohl nicht vor 2020 mit XG-FAST versorgen.
(Bild: A1 Telekom/ APA-Fotoservice/ Hörmandinger)

Bestehende Kupferkabel genügen, um Daten rasend schnell von Bordstein oder Keller bis in die Wohnungen der Endnutzer zu übertragen. Das haben A1 und Nokia jetzt gemeinsam in Wien demonstriert. Dank XG-FAST – einer Weiterentwicklung der G.Fast-Technologie – wurden dabei mehr als elf Gbit/s übertragen; das ist schnell genug, um zwei Stunden HD-Video binnen zehn Sekunden zu transferieren.

Zum Versuchsaufbau gehörten neben einem 30 Meter langen Kupferkabel auch eine Test-Ausrüstung aus Nokias Entwicklungslabor Bell Labs. Von einem produktiven Einsatz der Lösung ist A1 allerdings noch etwas entfernt – obwohl der von Nokia übernommene Anbieter Alcatel-Lucent das Verfahren bereits 2014 vorgestellt hatte. Laut A1-Technikvorstand Marcus Grausam werde die Technik voraussichtlich erst um 2020 oder 2021 zum Kunden kommen.

Nokia Österreich- und Zentraleuropa-Chef Peter Wukowits kommentiert: „Gemeinsam mit A1 arbeiten wir daran, mit einer Kombination aus Glasfaser- und Kupfertechnologien Dienste mit hoher Bandbreite schnell und kostengünstig bereitzustellen [...] Der XG-FAST-Versuch ist ein wichtiger Meilenstein in unseren Bestrebungen, auch über Kupferleitungen sehr hohe Geschwindigkeiten zu erreichen und gleichzeitig Glasfaser näher zum Privat- und Geschäftskunden zu bringen.“

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