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Angestellte zu Fans machen 9 Tipps: Wie Mitarbeiterbindung nach Corona gelingt

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Unternehmen sollten nicht zuletzt wegen des akuten Fachkräftemangels größtes Interesse an zufriedenen Angestellten haben. Emotional gebundene Mitarbeiter sind motivierter, leistungsbereiter, weisen weniger Fehlzeiten auf und bleiben eher treu, sagt Personalsoftware-Anbieter Infoniqa.

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Die Mitarbeiterbindung kann durch verschiedene Maßnahmen aktiv gesteuert und erhöht werden.
Die Mitarbeiterbindung kann durch verschiedene Maßnahmen aktiv gesteuert und erhöht werden.
(Bild: © – fizkes – stock.adobe.com)

Der Corona-Lockdown ist zu Ende. Unternehmen starten wieder durch und bauen darauf, dass die Mitarbeiter voll motiviert mitziehen. Doch was ist, wenn ein Angestellter sein Arbeitsverhältnis auf den Prüfstand stellt und sich nach dem Motto „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ nach einem neuen Job umsieht?

Gerade deutsche Unternehmen sind in puncto Wohlfühlklima eindeutig in Zugzwang, sagt Infoniqa und verweist auf den aktuellen Engagement-Report der dänischen People-Analytics-Plattform Peakon. Demzufolge würde nur jeder Dritte seinen Arbeitgeber weiterempfehlen. 75 Prozent der Befragten fühlten sich dagegen von ihrem täglichen Arbeitspensum überfordert und gerade einmal 16 Prozent seien mit ihrem Lohn zufrieden. Für den Report seien rund 500.000 Angestellte aus 235 Unternehmen in Deutschland, den USA, Großbritannien und den skandinavischen Staaten befragt worden.

Infoniqa hat neun Tipps, wie die Bindung an den Arbeitgeber massiv gesteigert werden kann und Mitarbeitende zu Fans werden:

1. Work-Life-Balance

Wie Arbeit, Freizeit und Familienleben leichter miteinander in Einklang gebracht werden können, gehört inzwischen fest zu den Eckpfeilern einer Strategie für eine nachhaltige Mitarbeiterbindung von Beginn an. Sieben von zehn der Top-1000-Unternehmen in Deutschland stimmen dem ebenfalls zu.

2. Employer Branding und Unternehmenswerte

Eine optimale Unternehmenskultur hat eine hohe Relevanz für das interne Employer Branding: Stimmen Mitarbeitende mit ihr überein, steigert das die Bindung und Identifikation – und das wiederum wirkt sich direkt auf Motivation und Leistung aus. Damit steigt auch der Geschäftserfolg.

3. Zukunftschancen und Aufstiegsmöglichkeiten

Ein Faktor, der sich auf die Fluktuation, aber auch auf die Identifikation mit einem Arbeitgeber auswirkt, sind ganz klar die Perspektiven. Arbeite ich nicht nur „vor mich hin“, sondern habe mittel- und langfristige Aussichten auf eine Verbesserung innerhalb des Unternehmens, die zusammen mit meinen Führungskräften auch aktiv geboten und verfolgt wird, bindet mich das enorm an meinen Arbeitgeber.

4. Wertschätzung

Wertschätzung ist das Zauberwort für eine solide Mitarbeiterbindung. Wer sich wertgeschätzt fühlt und sich gleichzeitig mit den Werten eines Unternehmens identifiziert, empfindet die Bindung an den Arbeitgeber deutlich intensiver und möchte vielleicht sogar „etwas zurückgeben“.

5. Feel-Good-Management

Es muss nicht gleich ein eigener Feel-Good-Manager sein, aber man kann einiges von seinen Aufgaben übernehmen – vor allem eines: hinhören. Das heißt, eruieren, welche Voraussetzungen die Mitarbeiter wünschen und brauchen. Daraus werden entsprechende Maßnahmen und Projekte abgeleitet. Auch das trägt zu einer starken Mitarbeiterbindung bei.

6. Fragen und zuhören

Mitarbeitende wissen am besten, was sie bindet. Betriebe sollten daher ihre Angestellten und Talente so konkret wie möglich fragen, worauf es ihnen ankommt. Tun sie das nicht, agieren sie im Zweifel an ihren Bedürfnissen vorbei, übersehen wertvolle Quick Wins und implementieren vielleicht Maßnahmen, die so gar nicht benötigt werden.

Die gute Nachricht: Ein solcher Austausch mit den Mitarbeitern ist im Digitalzeitalter sehr effizient mit den richtigen technischen Hilfsmitteln steuer- und implementierbar.

7. Wohlfühlatmosphäre

Wer sich wohlfühlt, hat automatisch eine bessere Bindung zum Arbeitsplatz – und überlegt es sich einmal mehr, ob er diesen Faktor bei einem anderen Arbeitgeber riskiert.

8. Gute Führungskräfte

„Mitarbeitende kündigen nicht dem Unternehmen, sondern ihren Vorgesetzten“. So ist es nach wie vor: Insbesondere mit einer guten Führung steht und fällt der Motivations- und Bindungsgrad von Mitarbeitenden.

9. Corporate Benefits

Mitarbeiterangebote sind Zusatzleistungen, die Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden anbieten können, um die Motivation zu steigern und ein „Verwöhngefühl“ aufkommen zu lassen. Zeigt der Arbeitgeber durch einen passenden Benefit die nötige Wertschätzung, hat dies oft einen positiveren Effekt als eine Gehaltsanpassung. Und dieser Effekt wirkt sich durch mehr Motivation, stärkere Bindung zum Arbeitgeber, bessere Stimmung im Team und weniger Fehlzeiten sogar direkt auf das Unternehmensergebnis aus.

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