Flexibles Arbeiten ist auf dem Vormarsch 5 Gründe für eine neue IT-Führungskultur

Autor / Redakteur: Oliver Ebel / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Das Homeoffice gehört für viele zum neuen Normal. Zusätzlich drängen Technologien wie 5G, KI und Cloud-Computing in den Fokus. Unternehmen müssen jetzt erkennen: Es braucht eine Führungskultur in der IT, die die Arbeitsweise der Zukunft priorisiert und offen ist für Veränderungen.

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Citrix-Manager Oliver Ebel: „Nur wenn IT und HR enger zusammenrücken, kann gesteigerte Mitarbeiterproduktivität mit einem erhöhten Wohlbefinden kombiniert werden.“
Citrix-Manager Oliver Ebel: „Nur wenn IT und HR enger zusammenrücken, kann gesteigerte Mitarbeiterproduktivität mit einem erhöhten Wohlbefinden kombiniert werden.“
(Bild: Citrix)

Die Pandemie bringt zahlreiche Veränderungen mit sich, wodurch sich die digitale Transformation von Unternehmen beschleunigt hat. Im Rahmen der Restriktionen begannen Mitarbeiter zunehmend von zu Hause aus zu arbeiten. Und das nicht mit Widerwillen: Laut einer Umfrage von Citrix befindet sich flexibles Arbeiten auf dem Vormarsch. 71 Prozent der befragten Deutschen sind überzeugt, dass Homeoffice und damit einhergehende flexible Arbeitsmodelle auch nach der Pandemie eine große Rolle spielen werden. Dies und Technologien wie 5G, künstliche Intelligenz (KI) und Cloud-Computing machen eines klar: Es braucht eine neue IT-Führungskultur. Fünf Gründe sprechen dafür:

1. Das neue Normal erfordert engere Zusammenarbeit zwischen HR und IT

Im neuen Normal stehen zunehmend Technologie, das Wohlbefinden der Mitarbeiter und deren Flexibilität im Fokus. Dafür müssen zahlreiche Prozesse digitalisiert werden. Dies erfordert eine neuartige Kooperation zwischen HR und IT. Die Abteilungen müssen gemeinsam strategisch für die Zukunft planen und ihre Expertise kombinieren. Es gilt, das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu sichern, neue Arbeitsabläufe einzuführen und der dezentralen Belegschaft die bestmögliche Arbeitsweise zu gewähren. Nur wenn IT und HR enger zusammenrücken und so entstehende Synergien nutzen, kann gesteigerte Mitarbeiterproduktivität mit einem erhöhten Wohlbefinden kombiniert werden.

2. Die optimale Employee Experience ist keine hohle Phrase mehr

Mitarbeiter wissen zunehmend, was sie wollen – und was sie nicht wollen. Die Citrix-Studie zeigt, dass die Hälfte der Befragten der Meinung ist, dass Unternehmen nicht interessant für Arbeitnehmer sind, wenn sie keinerlei flexible Arbeitsoptionen anbieten. Um sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, müssen Unternehmen in Zukunft daher die optimale Employee Experience anstreben. Ein zentraler Faktor: Konsistenz. In Zuge der zunehmend flexiblen Arbeitsweise darf diese nicht an den Unternehmensgrenzen enden. Mitarbeiter brauchen von jedem Endgerät die bestmögliche Erfahrung. Dabei ist wichtig, dass Führungskräfte in Zukunft die Employee Experience vom ersten Kontaktpunkt an durchdenken – inklusive des Bewerbungs- und Onboarding-Prozesses.

3. Das Wohlbefinden der Mitarbeiter wird nicht nur durch einen Faktor bestimmt

Unternehmen müssen verstehen, dass das Wohlbefinden von Mitarbeitern von zahlreichen Faktoren beeinflusst wird. Einer davon ist die Employee Experience, die im Bewusstsein der Verantwortlichen immer weiter in den Fokus rückt. Aber auch weitere physische, psychische, soziale, finanzielle oder emotionale Aspekte müssen in Zukunft stärker berücksichtigt werden. Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse. Die IT kann durch ein vielfältiges Angebot von Opt-in-Programmen und dem Implementieren von Technologien, die den Arbeitsalltag der Mitarbeiter individuell erleichtern, optimale Arbeitsumgebungen der Zukunft schaffen.

4. Die Krise hat die digitale Revolution beflügelt und Unternehmen müssen Schritt halten

Die Veränderungen im Rahmen der Pandemie haben die digitale Transformation enorm beschleunigt. Immer mehr Menschen verfügen über Highspeed-Internetzugänge, schnelle mobile Endgeräte wurden der Standard, 5G feierte sein Debüt und neue Cloud-Technologien unterstützen Unternehmen zunehmend beim Etablieren einer flexiblen Arbeitsweise. Die Cloud ist der zentrale Treiber der neuen Normalität. Sie ermöglicht die benötigte Flexibilität, indem die Technologie Daten, Anwendungen und Prozesse von physischen Infrastrukturen entkoppelt. Um weiter von der digitalen Transformation profitieren zu können, müssen Verantwortliche jetzt zahlreiche Herausforderungen bewältigen: Mitarbeiter müssen von überall auf ihre benötigten Daten zugreifen können, ohne dabei Verbindungsproblemen oder Sicherheitsrisiken ausgesetzt zu sein. IT-Führungskräfte müssen daher in Zukunft Cloud-Computing, Konnektivität der nächsten Generation und umfassende IT-Sicherheit, beispielsweise durch Zero-Trust-Modelle, priorisieren.

5.Die intelligente Zukunft der Arbeit wartet nicht

IT-Führungskräfte müssen nicht nur an morgen, sondern auch an übermorgen und das nächste Jahrzehnt denken. Die Work-2035-Studie zeigt: Technologie hat einen großen Einfluss auf Personal, Arbeitsmodelle und -umgebungen. 77 Prozent der Befragten glauben, dass KI in 15 Jahren Entscheidungsprozesse unterstützt und dadurch zu gesteigerter Produktivität führen wird. 72 Prozent glauben zusätzlich, dass bis 2030 mehr Umsatz auf KI als auf menschliche Arbeiter zurückführbar ist. Es lohnt sich also heute schon, das Potenzial von KI zu erkennen, offen für diese neue Technologie zu sein und sie bei weiteren Digitalisierungsstrategien zu berücksichtigen.

Über den Autor

Oliver Ebel ist Area Vice President Central Europe bei Citrix.

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