Telekom und Nokia testen Network Slicing in der Praxis

5G-Testfeld im Hamburger Hafen läuft

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Das 5G-Testfeld im Hamburger Hafen geht im Beisein der Projektpartner in Betrieb.
Das 5G-Testfeld im Hamburger Hafen geht im Beisein der Projektpartner in Betrieb. (Bild: ©HPA/Fotograf: Christian Bruch)

Im Hamburger Hafen testen Deutsche Telekom und Nokia ab sofort 5G-Anwendungen im industriellen Umfeld. Dabei sollen unter anderem Ampelanlagen gesteuert und Umweltmessdaten in Echtzeit erhoben werden.

Nach einem halben Jahr Vorbereitungszeit sendet sie nun aus über 150 Meter Höhe vom Hamburger Fernsehturm: Eine 5G-Anlage, die das etwa zwei Kilometer südlich gelegene Hafengebiet versorgt. Dort wollen Deutsche Telekom, Nokia und Projektpartner Hamburg Port Authority auf rund 8.000 Hektar den Kommunikationsstandard der nächsten Generation in der Praxis testen.

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Das Augenmerk liegt dabei auf industriellen Anwendungen. So sollen per Mobilfunk Ampelanlagen auf dem Hafengebiet gesteuert und Umweltmessdaten in Echtzeit erhoben werden. Überdies wollen die Partner auch das Potential von Virtual Reality (VR) ergründen. So könnte ein Lotse bei der Einfahrt in den Hafen eine VR-Brille aufsetzen, welche ihm die aktuellen Wassertiefen im Hafen einspielt, die HPA regelmäßig in einer digitalen Seekarte einträgt.

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Weil die geplanten Anwendungen sehr unterschiedliche Anforderungen an den Datentransport stellen, werde die 5G-Infrastruktur in virtuelle Netze (Network Slices) aufgeteilt. Das Netz solle so dynamisch und flexibel an die Anforderungen verschiedenster Einsatzszenarien angepasst werden.

Der 5G-Test im Hamburger Hafen ist Teil des Forschungsprojektes „5G MoNArch“. Zu dem gehört neben der Hamburger Installation auch noch ein zweites Testfeld in Turin. Dort sollen dann insbesondere Anwendungen aus dem Multimediabereich ausprobiert werden.

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