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5G: Datenkommunikationskabel für Gebäude 5 Branchentrends treiben die Kabelinnovation voran

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Im Zeitalter von 5G werden Datenkommunikationskabel für Gebäude leistungsfähiger, dichter, hybrid, sicherer und benutzerfreundlicher, sagt die Prysmian Group und arbeitet an innovativen Kupfer- und Glasfaserkabeln, um die Infrastrukturänderungen aktiv mitgestalten zu können.

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5G treibt die Entwicklung von Verkabelungssystemen für Gebäude voran.
5G treibt die Entwicklung von Verkabelungssystemen für Gebäude voran.
(Bild: © – hywards – stock.adobe.com)

Die digitale Transformation, hervorgerufen durch die nächste Mobilfunkgeneration 5G, ändere die weltweiten Bedürfnisse an die Infrastruktur, sagt Andreas Wassmuth, Business Development Director der Business Unit MMS (Multimedia Solutions) innerhalb der Prysmian Group. Kabel seien ein innovatives Element, um diesen Wandel zu ermöglichen. Die andauernde Herausforderung für Ingenieure und Forscher sei es, die Bedürfnisse der Indoor-Infrastruktur, die das Internet der Dinge (IoT, IIot) und andere Dienstleistungen ermöglichen, für die kommenden zehn Jahre vorauszusagen.

Die im Geschäftsbereich MMS gefertigten Glasfaser- und Kupferinnenkabel kämen außer in Rechenzentren auch in verschiedenen zweckgebunden Gebäuden (Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Flughäfen), Veranstaltungsorten (Stadien, Theater) sowie in Häusern, Büros und Fabriken zum Einsatz. Diese Kabel würden auch die Einführung der 5G-Kommunikation, die ein exponentielles Wachstum erwarten lässt, unterstützen.

Laut Andreas Wassmuth treiben die folgenden fünf Trends der digitalen Transformation die Innovationen im Geschäftsbereich MMS der Prysmian Group voran:

  • 1. Die Zunahme der Bandbreite sei der Grund, warum man bei MMS von Kategorie 5 zu Cat6, 6A, 7 und 8 gewechselt ist, oder von der Multimodefaser OM3 zu OM4 oder OM5. Es sei wie der Bau einer Autobahn, die groß genug ist, um den Anforderungen des Verkehrs der Zukunft gerecht zu werden.
  • 2. Der zweite Treiber sei eine hohe Dichte und die Reduzierung der Abmessungen für einfachere Installationen, flexiblere Handhabung und höhere Umweltverträglichkeit. Wer diesen Trend vorantreiben könne, habe ein Wettbewerbsvorteil. In Zukunft werde es immer mehr Vorschriften für umweltfreundliche Produkte geben. Dies werde sich auch im MMS-Portfolio widerspiegeln.
  • 3. Alle aktiven Geräte vom Switch bis zum Sensor werden Hybridkabel, die Energie- und Signalübertragung kombinieren, benötigen. Prysmian könne sowohl Energie- als auch Datenübertragung in einem einzigen Kabel liefern, sei es Kupfer oder Glasfaser.
  • 4. Bleibendes Thema sei die Einhaltung der Bauproduktenverordnung (CPR) in Europa oder der UL in den USA. Die Integration von General Cable habe es den Ingenieuren der Prysmian Group ermöglicht, besser auf globale Sicherheitsaspekte einzugehen.
  • 5. Produkte müssen einfach in der Handhabung sein. MMS optimiere das Produkt für die Installation, z.B. würden Kabel in Kartons anstatt auf Spulen verkauft. Dies erleichtere nicht nur die Installation, es werde auch Abfall vermieden.

Es sei schwer vorherzusagen, welche Art von Verkabelungssystemen in zehn Jahren in Gebäuden benötigt werden, um die Energie, Antennen und Sensoren zu unterstützen, die erforderlich sind, um die Versprechen von 5G zu erfüllen, sagt Wassmuth. Eines sei jedoch sicher: Kein einzelnes Unternehmen könne Innovationen allein vorantreiben.

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