Netzwerk-Management muss nicht teuer sein

5 Tipps für Netzwerk-Admins mit geringem IT-Budget

| Autor / Redakteur: Alessandro Porro / Andreas Donner

Nur wer seine IT-Landschaft komplett im Überblick hat, kann schnell und gezielt auf Probleme reagieren.
Nur wer seine IT-Landschaft komplett im Überblick hat, kann schnell und gezielt auf Probleme reagieren. (Bild: sellingpix - Fotolia.com)

Niemand sollte sich das eigene Arbeitsleben von frustrierenden Störungen bestimmen lassen. Der wichtigste Satz für gestresste Administratoren und IT-Abteilungen lautet: „Keep it simple“. Wie einfach Dinge einfach gehalten werden können, zeigen diese fünf Tipps.

Wer die Struktur einfach hält, spart Zeit. Zeit wiederum ist Geld – und nahezu alle IT-Abteilungen müssen heute mit knappen Budgets leben. Während die Netzwerke beständig wachsen, reduzieren die Unternehmen die Ausgaben oder frieren sie ein. Doch den Kopf in den Sand zu stecken, gilt nicht. Das geringe Budget darf nicht dazu führen, dass Netzwerke langsamer werden, Geräte außen vor bleiben oder Ausfallzeiten zunehmen.

Fünf einfache Maßnahmen können helfen, ohne große Budgetbelastungen das Netzwerk, Anwendungen und Systeme zuverlässiger zu überwachen.

Tipp 1: Ein Monitoring über alle Ressourcen hinweg

Wer viele Stunden – womöglich über Wochen hinweg – damit verbringt, den Ursachen eines Problems nachzuspüren, ist der Zeit für andere dringende Aufgaben beraubt. Ein Netzwerkadministrator sollte daher in die Lage versetzt werden, die Auslöser von Problemen zügig ermitteln zu können, um die Ursachen umgehend zu beheben. Wesentlich leichter fällt dies, wenn er von vornherein alle Ressourcen im Netzwerk und deren Konnektivität erkennen kann, um ein genaues Bild aller Netzwerkeinrichtungen, Systeme und Verbindungen zu erhalten. Ein Zoo von Monitoring-Produkten ohne Datenaustausch untereinander erschwert die Arbeit, ein einheitliches Monitoring vereinfacht es.

Tipp 2: Eine einzige Monitoring-Oberfläche

Nicht selten kostet es deutlich mehr Zeit, die Ursache eines Problems zu finden, als dieses zu beheben. Es reicht nicht, dass alle Server, Router, Wireless-Einrichtungen und Anwendungen sowie ihre Konnektivität und Leistung überwacht werden. Es geht vielmehr darum, dass diese Informationen auch prägnant dargestellt sind. Mit einer einzigen einheitlichen Konsole lassen sich Probleme schneller eingrenzen und erkennen. IT-Fachleute, die mehrere Lösungen für das Netzwerkmanagement verwenden, müssen oftmals diverse Berichte über verschiedene Schnittstellen manuell überprüfen, um korrelierende Informationen auszuwerten. Hierdurch wird die Arbeit schwieriger und zeitaufwändiger, sodass sich die durchschnittliche Reparaturzeit (Mean Time To Recover, MTTR) verlängert.

Tipp 3: Alarming und automatische Reparaturen

Bei Problemen im Netzwerk sollten Administratoren sofort informiert werden. Sie können einen nahezu kontinuierlichen Betrieb erreichen, wenn sie automatisierte Warnmeldungen und Reparaturaktionen bei potenziellen Problemen konfigurieren. Diese Mechanismen sollten greifen, bevor sich die Probleme auf Anwender auswirken. Sobald zum Beispiel Leistungsprobleme bei Anwendungen auftreten, kann ein alarmierter Administrator die Ursachen aufspüren, wenn er ein übergreifendes Tool für Netzwerke, Server, mehrschichtige Anwendungen und gegenseitige Abhängigkeiten bestimmter Komponenten hat. Administratoren gewinnen zusätzlich wertvolle Einblicke zur Verbesserung der Verfügbarkeit und Leistung, indem sie Echtzeit- und Verlaufsberichte sowie Analysen einsetzen. Letztlich geht es darum, insgesamt Informationen schneller verfügbar zu machen, denn das verhilft der IT-Abteilung zu mehr Flexibilität und sorgt dafür, dass die Arbeit leichter von der Hand geht.

Tipp 4: Eine Lösung, die im richtigen Maße skaliert

Open-Source-Monitoring ist begrenzt hinsichtlich seiner Funktionalität, Flexibilität und der Abrufmöglichkeiten von Detailinformationen, um Problemursachen zügig zu finden. Aber solange ein Unternehmen keine gigantisch hohe Zahl an Mitarbeitern hat, benötigt es auch keine monumentale Lösung für Netzwerk-Monitoring, sondern es reicht der Mittelweg einer Mittelstandslösung. Daumenregel: Wer weniger als 10.000 Geräte überwachen muss, kann dies mit einer professionell unterstützten Software realisieren, ohne das Budget stark zu strapazieren. Administratoren sollten ohnehin regelmäßig ihre Lizenzierung für das Monitoring überprüfen. Denn es macht zum Beispiel einen großen Unterschied, ob ein Gerät mit 50 Ports nur einmal zählt oder 50 Mal.

Alessandro Porro
Alessandro Porro (Bild: Ipswitch)

Tipp 5: Bandbreiten-Hamster identifizieren

Bandbreite ist ein kostbares Gut, aber viele Anwender betrachten diese als unerschöpfliche Ressource. Netzwerkmanager, die mit wenig Budget viel erreichen wollen, gehen daher speziell bei Bandbreitenproblemen den Ursachen detailliert auf den Grund. Sie ermitteln genau, welche Anwender welche Geräte in das Netzwerk bringen, wie viele Geräte die Anwender einsetzen und worauf sie damit zugreifen. Netzwerkadministratoren brauchen genaue Daten, welche Auswirkungen BYOD-Geräte am Arbeitsplatz haben. Dies hilft Problemquellen schneller zu finden und zu beseitigen – oft einfach durch ein klärendes Gespräch.

Über den Autor

Alessandro Porro ist Vice President of International Sales bei der Ipswitch Network Management Division.

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